Unter-Eloxaldruck ist ein seltsames Wort hinter dem sich aber ein sehr umweltschonendes Verfahren verbirgt, dass eine dauerhafte und robuste Beschichtung garantiert. Eloxal leitet sich aus den Begriffen „elektrolytisch oxidiertes Aluminium" ab. Da steckt Chemie drin, mag sich jetzt manch einer denken. Ist auch so. Um das Eloxaldruck Verfahren zu verstehen muss man aber kein Chemiker sein. Im Grunde ist es der Aufbau einer Oxidschicht auf Aluminium und einigen seiner Legierungen mittels eines elektrolytischen Bades. Zuerst wird das Aluminium elektrochemisch bearbeitet (Details sollen hier erspart bleiben), sodass die Oberfläche mikroskopisch porös wird. In diesem Zustand wird eine spezielle Farbe im Siebdruckverfahren auf das Aluminium aufgetragen. Die Farbpartikel sind derart klein, dass sie sich in den Poren einlagern können. Nun wird die Oberfläche wieder Verdichtet. Dieser Vorgang wird auch Sealing genannt. Dabei werden die Poren durch eine hauchdünne, durchsichtige Eloxalschicht verschlossen und die darunter liegenden Farbpartikel eingeschlossen. So ist die Farbe nicht einfach nur aufgedruckt sondern in das Aluminium eingearbeitet. Zusätzlich ist mit einer Paste die Möglichkeit von einer mehrfarbigen Oberfläche gegeben. Dem Aluminium gehen dabei nicht im geringsten die robusten Eigenschaften verloren. Denn die Eloxalschicht ist immer noch kratz-unempfindlich und schlagfest. Außerdem kann sie auch nicht abblättern, da sie so innig mit dem Aluminium verbunden ist. Das gesamte Verfahren verleiht dem Aluminium einen veredeltes und teures Aussehen. Das Verfahren kann jedoch nur in Firmen angewendet werden, die eine hauseigene Galvanik besitzen, denn die unverdichtete poröse Aluminiumschicht, die oben erwähnt wurde, sehr schnell bedruckt werden muss, da diese sich sonst wieder durch eine Oxidationsschicht verschließt.
Was macht Eloxieren jetzt aber Umweltfreundlich?
Aluminium ist in seiner Herstellung ja nicht als umweltfreundlichstes Metall bekannt und man ist sehr darauf erpicht es wiederzuverwerten. Bei manchen Lackierungen kann es da zu Problemen kommen, nicht so wenn das Aluminium mit dem Unter-Eloxaldruck Verfahren beschriftet wurde. Die hauchdünne Eloxalschicht lagert sich als Schlacke im Schmelzofen ab und ist somit unproblematisch wenn man Aluminium zur Wiederverwertung einschmelzen lassen will.
Wo findet der Unter-Eloxaldruck nun seine Anwendung?
Vordergründig wird es für Bedientableaus oder Frontplatten eingesetzt, da diese oft mit Fingerschweiß in Berührung kommen, oder im laufe der Jahre in die Gefahr kommen abgerieben zu werden. Vor allem an medizinischen Geräten, die häufig mit Desinfektionsmitteln gereinigt werden bewährt sich der Unter-Eloxaldruck seit Jahren. Aber auch in der Schilderherstellung erfreut sich der Eloxaldruck wachsender Beliebtheit, denn die Robustheit, Besthändigkeit und Kratz-Unempfindlichkeit sind doch Eigenschaften die man an einem Schild sehr schätzen würde.
Eloxieren erfordert handwerkliches Geschick und chemische Grundkenntnisse, aber es gibt der Welt zeitlos schöne Aluminiumschilder, Frontplatten und Bedientableaus.