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Unsere Masken abnehmen - uns selbst zeigen

Autor: revhoros | Erstellt am: 28.03.2011 | Gelesen: 740
Kategorie: Geschichten & Anekdoten | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Wir brauchen unglaublich viel Energie für die Aufrechthaltung unserer Masken.Sich selbst sein ist ja so Energiesparend/Ökonomisch

Rainer Sauer/Autor/Philosoph
Rainer Sauer/Autor/Philosoph
Dies ist ein Erklärungs Modell, das uns veranschaulichen soll, wie unser Weg der Selbsterkenntnis als irdisch menschliches Selbsterfah­rungswerkzeug funktioniert und wie uns dieser Pfad des Selbsterkennens in Richtung unseres höheren Selbst, also zu unserem göttlichen Wesens­kern hinführt. Dabei betrachten wir als erstes unsere Masken, welche uns den unmittelbaren Einblick auf unseren Wesenskern verwähren. Und welche uns als Schutzfunktion zu Diensten sind, um den Einblick in un­sere unreife Gefühlswelt oder auch in die Regionen unseres Innenlebens zu verwehren, die wir als nicht ansehenswert definieren. Einfach ausge­drückt sind diese Masken der Teil an uns, den wir zumeist zeigen, also mit dem wir der Welt gegenüber auftreten, der so gesehen unsere Ober­fläche ausmacht. Mit ihnen definieren wir uns und signalisieren nach außen, daß wir dies oder das sind, oder besser gesagt, wir zeigen mit ihnen, was wir gerne wären. Und versuchen gleichzeitig jene Anteile zu verbergen, welche wir ungerne haben und versuchen, das nicht zu zeigen, was wir nicht sein wollen. Um es noch mehr zu vereinfachen, wir versu­chen das zu zeigen, was uns vermeintlich Anerkennung und Liebe be­kommen läßt und vermeiden, das sichtbar werden zu lassen, bei dem wir die subjektive Annahme haben, daß wir hierfür nichts Positives, nichts Angenehmes ernten werden.

Die Maske ist also ein Werkzeug, welches einerseits positive Er­fahrung ermöglichen soll und andererseits dafür Sorge trägt, das mögliche negative Erleben zu verhindern. Wir können sie im Großen und Ganzen als Schutzfunktion einordnen, die der Chamäleon Farbangleichung ähnelt und welche uns in der Vergangenheit sicherlich auch einige gute Dienste erwiesen hat. Wir wollen diese Masken deshalb auch gar nicht negativie­ren, sie etwa schlechtreden, sondern nur faktisch aufzeigen, was ihre Funktionen und Auswirkungen sind. Uns interessiert hier ganz im beson­deren ihre Auswirkung speziell im Hier und Jetzt. Was für uns sehr wich­tig ist, ist das Erkennen der Auswirkungen, die uns keinesfalls dienlich sind und die wir auf unser Bewußtwerden bezogen eher als schädlich einordnen müssen. Und das ist vor allem der Umstand, daß wir uns den Einblick in unser Wahres Selbst verwehren. Wir also dadurch unsere Transparenz einbüßen, die uns das Durchschauen unseres gesamten der­zeitigen Daseins ermöglicht. Wenn wir nun mal nur unsere Maske zeigen, vielleicht auch nur in unserer Maske leben und uns vielleicht sogar ulti­mativ damit identifizieren, ist dieses Erleben auch dementsprechend beschränkt. Um mehr von uns wahrnehmen zu können und auch selbst­verständlich mehr Lebendigkeit erfahren zu dürfen, müssen wir die Be­reitschaft entwickeln, unsere Masken abzusetzen. Dies können wir natür­lich nur bedingt tun, in Form eines langsamen Prozesses und in einem fortschreitenden mehr und mehr Bereitwerden und ist somit nicht von einem Moment zum anderen als Totales zu vollziehen. Was auch weder, wie gerade erwähnt, möglich ist noch wirklich sinnvoll und aus diesen Gründen auch keineswegs empfehlenswert. Das ist auch gar nicht not­wendig, da wir diese Masken eher in einem Positivierungs Vorgang (Transformations Prozeß) zur Kleidung verwandeln möchten, welche wir in unserem täglichen Leben als nützliche und schützende Außenhaut tra­gen können, sie also keinesfalls auslöschen möchten. Sondern eben nur in ihre ursprünglich nützliche Form transformieren wollen, was uns dann in die Lage versetzt, sie bewußt und für uns konstruktiv für unserer Wohler­gehen einzusetzen.

Diese positive Veränderung geht nun einher mit dem Bewußtwer­dungs Prozeß, welcher sowohl das Erkennen, Anerkennen der Existenz unserer Masken beinhaltet als auch das langsame Ablegen derselben und der daraus resultierenden Begegnung mit dem, was wir dahinter vorfin­den. Und dies ist zum einen unser irdisches Menschliches, bei dem wir vielleicht unseren unreifen Gefühlen, unseren Bedürfnissen und auch vielem, was wir nicht haben wollen, begegnen, was uns aber letztendlich als Mensch ausmacht und auch einzigartig und liebenswert gestaltet. Und zum anderen, das, was wir als Göttliches, als höheres Selbst bezeichnen. Hieraus ergibt sich eine Dreigliederung, welche unser derzeitiges Dasein umschreibt. Diese Dreigliederung sagt aus, daß unsere derzeitig existente Form aus unserer Maske und den beiden dahinter befindlichen Teilen, nämlich unserem vergänglich Menschlichen und unserem unsterblich göttlichen Wesen besteht. Um unserem göttlichen Wesen zu begegnen, müssen wir der Logik nach bereit sein, hinter unsere Maske zu schauen, was demnach auch gleichzeitig die Bereitschaft erfordert, unserem Menschsein begegnen zu wollen. Hier berühren wir wieder einmal das Phänomen, daß wir nun mal das eine nicht ohne das andere haben kön­nen. Wir also, wenn wir unserem vollkommenen höheren Selbst begegnen wollen, auch bereit sein müssen, unvollkommen Mensch zu sein. Wenn wir in unserer Ganzheit leben wollen, müssen wir auch alle Anteile des Ganzen akzeptieren und alles, was das Ganze beherbergt, als Vollwertiges annehmen. Das bedeutet auf diese Dreigliederung bezogen, daß die An­nahme, daß unser derzeitiges Existieren auf dieser Erde aus den drei Tei­len Masken, Menschsein und dem göttlichen Sein besteht, sicherlich un­terstützend wirkt, diesen Weg zu unserem höheren Wesen zu ebnen und nur eine unbedingte Gleichwertigkeit der drei sich befruchtend auf das Ganze auswirkt. Und es demnach keinesfalls dienlich ist, wenn wir das eine oder andere negativieren und somit die Arbeitsgrundlage verlieren.

In diesem Sinne ermöglichen wir uns dann auch mittels dieser ge­nerellen Annahme, daß wir Schritt für Schritt erkennen dürfen, daß jeder der einzelnen drei Teile seine an sich wertvolle Rolle in dem göttlichen Zusammenspiel hat. Und daß es nicht darum geht, das eine oder andere zu eliminieren, sondern es eher zu verwandeln, zu transformieren, also in eine für uns nützliche Gestalt umzuformen, um ihm seinen ursprünglich zugedachten Platz zuzuweisen. Was diesem Anteil dann eine konstruktive Mitarbeit an unserem Bewußtwerdungsprozeß erlaubt. Und hier sprechen wir selbstverständlich von den zwei Teilen, welche wir als unser Menschsein und unsere Maske bezeichnen, an dem göttlichen Teil kön­nen wir ja nichts verändern, mit dem wollen und können wir ja nur Be­rührung aufnehmen, um uns in letzter Konsequenz mit ihm zu identifizieren. Und in dieser Berührung, in der Identifikation mit dem Göttlichen, geben wir unserem höheren Selbst dann auch den Raum, damit es während des Veränderungs Prozesses zunehmend bewußt an dem unseren Werde Gang mitgestalten kann. Wenn wir also hinter unsere Masken schauen, werden wir Angenehmes und Unangenehmes sehen, und wir werden unweigerlich Gefühlen aller Art begegnen. Hierbei ist es wichtig, allem mit dem nötigen Respekt und der Würdigung entgegenzu­gehen, geführt vom Vertrauen, daß alles, wirklich alles seine Lebens-Berechtigung hat und daß das Göttliche in uns, wenn wir es denn zulassen, den größtmöglichen Nutzen aus dem Gesamtkunstwerk erschließen wird.

 
 
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