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Unser Körper - komplexes Wahrnehmungsorgan unseres Bewußtseins

Autor: revhoros | Erstellt am: 18.02.2011 | Gelesen: 551
Kategorie: Geschichten & Anekdoten | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Unser Körper ist ein vollkommenes Instrument für göttliche Erfahrung im menschlichen Bewußtsein.

Rainer Sauer/Autor/Dozent
Rainer Sauer/Autor/Dozent
Wir orientieren uns zumeist an der Leistungsfähigkeit, Effektivität, am Alter, an der Schönheit oder der sogenannten Häßlichkeit eines Kör­pers. Und erfreuen und bereichern uns nicht etwa, was eigentlich weitaus sinnvoller wäre, an seiner ursprünglichen Zweckmäßigkeit. Der Körper hat nämlich die Fähigkeit, sehr komplex wahrzunehmen, zu erleben, zu erfahren, zu begegnen, zu fühlen und vor allem unsere Erfahrung und somit unser Bewußtsein mit und über die Liebe zu erweitern. Um dies zu gewährleisten, „müssen" wir den Körper folglich als das ansehen, was er als Summe seiner umfassenden Fähigkeiten ist: Wahrnehmungsorgan unseres höheren, göttlichen Seins; ein äußerst begabtes Gefüge von phy­sischen und geistigen Sinnesorganen, welches als Ganzes gesehen eine Wahrnehmungs-Einheit unseres Bewußtseins darstellt. Als diese erkannt und gewürdigt, ergibt es sich von selbst, daß eine Bewertung über Funkti­onsfähigkeit oder Effektivität derselben irrelevant ist. Da die Wahrneh­mung als solches nicht mit menschlichen kategorisierenden Maßstäben zu messen ist, und weil eine Ein oder Zuordnung einer Impression immer gleich auch einer Trübung ihrer Ursprünglichkeit und somit einer Verfäl­schung ihres unmittelbar existierenden Bewußtseins und ihrer Erkenntnis Information gleichkommt, ist es erstrebenswert, jegliche Be­wertung derselben außen vor zu lassen und uns ihrer Unantastbarkeit zu erinnern. Und dieses ist gerade deshalb wichtig, weil die Wahrnehmungs-Erfahrung als solches ja immer auch grundsätzlich wertvolle Fracht trans­portiert.

Wahrnehmung ist nämlich einfach so, wie sie ist: ein Zusammen­spiel des Wahrnehmenden mit dem Wahrgenommenen, und sie ist als sol­ches immer absolut und vollkommen. Wahrnehmung ist demzufolge nicht objektiv bewertbar oder einzuordnen und zu bemessen. Unsere subjektive Bewertung, die z. B. die Behauptung aufstellt: „Ein Wahr­nehmender kann gut oder schlecht, viel oder wenig wahrnehmen." wird dem äußerst kom­plexen Vorgang bestimmt nicht gerecht. Auch sonstige Versuche, Wahr­nehmung einzuteilen oder zu klassifizieren sind grund­sätzlich dem Gan­zen gegenüber oppositionell und führen nur zu einer Abwertung des gött­lichen Prozesses. Das Bewerten als solches vermindert außerdem unsere Fähigkeit, selbst bewußt am Wahrnehmungs Phänomen teilzunehmen. Alles, was uns von der unmittelbaren Verschmelzung des Wahrnehmen­den mit dem Wahrgenommenen abhält, entspricht einer Vermeidung von Ursprünglicher Erfahrung und deren Informations Übermittlung. Dies be­deutet auch, daß unser Körper, egal wie er aussieht, was für eine Be­schaf­fenheit er aufweist, mit anderen Worten, egal wie schön oder häß­lich, wie intelligent oder primitiv er ist, sogar unabhängig davon, ob er eine soge­nannte physische oder psychi­sche Behinderung besitzt, dennoch alle Voraussetzungen zur Wahrneh­mung hat, und alles und jedes, was er wahr­nimmt, auch vollkommen ist. Was uns den Rückschluß erlaubt, daß auch unserer Wahrnehmung in einer sogenannten Krankheits Verfassung ihre ganz bestimmte Sinn­haftigkeit zugrunde liegt. Ein jeder Körper ist indivi­duell und einzigartig, und folglich ist auch das von ihm Wahrge­nommene unbedingt eigentümlich und infolgedessen unschätzbar kostbar und ab­solut einma­lig. Und darin liegt auch das Besondere und Wertvolle unseres physi­schen Körpers und seiner Wahrnehmungsfähigkeit für das Ganze, für das Kollektive Bewußtsein. Einen Menschen, ein Tier, ein Wesen an sich, nach seiner äußeren Erscheinung zu bewerten, entfernt uns also von der Bewußtheit, daß hier eine körperliche Existenz besteht, welche eine unantastbare, ureigene Wahrnehmung des Göttlichen und seiner mannig­faltigen Gestaltung besitzt. Wir distanzieren uns somit von unserer puren Erfahrung des Wahrnehmens und des Verschmelzens mit Raum und Zeit, wenn wir in der Bewertung leben und uns nicht auf das Abenteuer einlas­sen können, uns ganz dem Augenblick und seiner inne­wohnenden Offen­barung hinzugeben. Daraus ergibt sich natürlich auch, daß wir weder beim Wahrnehmenden noch bei dem, was wahrge­nommen wird, etwas verändern müssen. Daß somit keinerlei Bedarf für direkte Einflußnahme besteht und daß wir im Moment wirklich nichts perfektio­nieren, auch nichts entfernen oder etwas hinzufügen oder modi­fizieren müssen. Daß einfach alles gut ist, so wie es ist, und gerade in diesem Moment ein vollkommener Körper im Augenblick der vollkommenen Wahrnehmung existiert.

 
 
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