Das ging schnell!Die Europäische Investitionsbank vergibt über den Europäischen Investitionsfonds bis 2014 mindestens 100 Mio € an „die Schwächsten". Gemeint sind Arbeitslose mit tragbaren Ideen bis hin zu kleinen Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern und einem Umsatz von weniger als 2 Mio € p.a. mit Sitz innerhalb der Staatengemeinschaft.
Der Antrag kann per sofort über die Europäische Investitionsbank gestellt werden. Die Vergabe jedoch kann einige Monate dauern, da die EU-Kommission bzw. das Parlament und der Ministerrat noch berät aus welchem Topf die Summe bereitgestellt werden soll. Der Ministerrat muss den Vorschlag noch zeichnen.
Sofern man der Vorlage glauben schenkt, wird es nationale Kontaktstellen geben, welche die Kredite koordinieren und vergeben. Die Verfahrensweise soll dann erheblich einfacher sein, als wie die üblichen, durch Basel-II belasteten, Kreditverfahren.
Auch die Rückzahlungen der Kredite sollen ebenfalls „unkonventionell und auf eine sozial verträgliche Weise" geschehen.
Nur leider: 100 Mio. € sind ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wer die Finanzstrukturen der EU betrachtet wird sich ein Bild darüber machen können, wie sehr es hier nach einer „Alibi-Maßnahme" riecht.
Nach dem Ausblenden jeglicher Kosmetik ist diese Entscheidung aber in jedem Falle ein Schritt in die richtige Richtung.
Mit dieser neuen Lösung reagiert die EU-Kommission in Teilen auf den jüngst eingereichten Antrag des jüngst eingerichteten MarGe „Think-Tanks" auf EU-Ebene. Hier ging es ursächlich darum, schnellstmöglich frische Möglichkeiten zur Finanzierung für kleine und mittelständische Betriebe zur Behebung der Kreditklemme zu finden.
Über weitere Entwicklungen in diesem Sektor darf man gespannt sein.