Fälschlicherweise verbinden immer noch sehr viele Menschen den Begriff
Impotenz mit
Unfruchtbarkeit. Impotenz ist aber eine erektile Dysfunktion und bedeutet nicht, dass der betroffene Mann unfruchtbar ist. So wie man auch Erektionsprobleme durch Potenzmittel aus der
Online Apotheke behandeln kann, kann auch die Unfruchtbarkeit behandelt werden. Am Anfang einer solchen Behandlung steht die andrologische Abklärung des infertilen Mannes. Da kinderlose Paare zumeist schon einen längeren Leidensweg hinter sich haben, sollte immer eine gleichzeitige Abklärung von Mann und Frau angestrebt werden.
In den letzten Jahren haben sich die Behandlungsmöglichkeiten der männlichen Infertilität enorm erweitert. Es ist heute bereits möglich, mit einer einzigen Samenzelle eine Eizelle zu befruchten und eine Schwangerschaft einzuleiten. Welche Ursachen bei männlicher Infertilität letztendlich in Frage kommen, kann der Arzt durch eine physikalische Untersuchung und eine Labordiagnostik feststellen. Er wird eine Harnanalyse durchführen, den Hormonstatus bestimmen und das Ejakulat analysieren. Hinweise kann er auch aus Gesprächen erhalten. Eine Abnahme der allgemeinen Leistungsfähigkeit, des Sexualantriebs und eine reduzierte Erektionshäufigkeit liefern Anhaltspunkte für einen eventuellen Androgenmangel. Auch Stoffwechselerkrankungen oder sexuell übertragbare Erkrankungen des Genitalbereiches sind von Bedeutung. In mehr als 70% aller Fälle wird die Ursache erfolgreich behandelbar sein.
Bei manchen Männern wird es bereits ausreichen, wenn sie den Umgang mit bestimmten Schadstoffen wie Alkohol oder den berufsbedingten Umgang mit Chemikalien meiden oder auch nur aufhören zu rauchen. Handelt es sich um eine hormonbedingte Zeugungsunfähigkeit, kann eine Hormonersatztherapie das Problem beheben. Auch das Absetzen gewisser Medikamente, wie zum Beispiel Schmerzmittel, kann hilfreich sein. Ist die Schädigung des Samen bildenden Gewebes jedoch so weit fortgeschritten, dass keine Aussicht auf eine Befruchtung auf natürlichem Wege besteht, können Spermien unter dem Mikroskop zu einer Befruchtung einer Eizelle veranlasst werden. Um herauszufinden was die Spermien tötet, muss der betroffene Mann untersucht werden. Eine solche Untersuchung beinhaltet eine genaue urologische Erhebung möglicher auslösender Faktoren. Diese finden sich gelegentlich in der Kindheit, aber auch im Erwachsenenalter, z.B. im Rahmen chirurgischer Eingriffe, die die Spermienproduktion oder ihren Transport beeinflussen können.
Erkrankungen während der Kindheit wie z.B. eine verzögerte Pubertät, eine Hernienoperation, Hodentorsion oder Hodenverletzungen sowie ein Hodenhochstand können als Ursachen in Frage kommen. Aber auch sexuell übertragene Erkrankungen oder andere Virusinfektionen können zu Unfruchtbarkeit führen. Neben selteneren genetischen Ursachen stehen in punkto Häufigkeit Substanzen im Vordergrund, die giftig auf die Keimdrüsenfunktion wirken. Hierzu zählen vor allem Alkohol, Steroide, Cannabis, Kokain, Pestizide, bestimmte Medikamente, Nikotin, aber auch eine über längere Zeit bestehende Überwärmung der Keimdrüsen. Vom Arzt sind im Rahmen dieser Untersuchung einige Labortests durchzuführen.