Der richtige Umgang mit Rheuma
Rheuma: eine Volkskrankheit, unter der längst nicht mehr nur ältere Menschen leiden. Rheumatische Erkrankungen betreffen Erwachsene wie Kinder und können sich auf fast alle Organe auswirken: Augen, Herz Nieren, Nerven, sogar der Darm, die Gefäße und das Gehirn können betroffen sein. Im Alltag bereiten die schmerzhaften Entzündungen oft viele Probleme. Die folgenden zehn Tipps und Hinweise helfen Betroffenen bei der Krankheitsbewältigung und im alltäglichen Umgang mit
Anzeichen und Symptomen von Rheuma und damit verbundenen Schwierigkeiten.
1) Hilfsmittel Zahlreiche Produkte unterstützen bei ganz alltäglichen Verrichtungen, die für Rheuma-Erkrankte zum Problem werden: Griffhilfen für Schraubverschlüsse, Spezialmesser, Besteck- und Stiftadapter, Knopfschließer und vieles mehr sind im Sanitätsfachhandel erhältlich.
2) ErnährungFleisch, Wurst und Zucker reduzieren: das verbessert bei vielen Betroffenen die Beschwerden. Auf den Speiseplan sollten viel Obst, Gemüse, Fisch, dafür aber wenig fettreiche Kost.
3) Regelmäßige KontrollenDa die Beschwerden schubweise und in Stadien auftreten, sollten Erkrankte ihren behandelnden Rheumatologen regelmäßig konsultieren. Die Therapie kann so immer an die aktuelle Lebenssituation angepasst werden.
4) PhysiotherapieKrankengymnastik, Massagen oder auch Heilsportarten wie Schwimmen und Tanzen sind wirksame Bausteine in der Behandlung rheumatischer Erkrankungen.
5) SelbsthilfegruppenGesprächskreise und Seminare sind vor allem für Neu-Erkrankte hilfreich. Sie haben so die Möglichkeit, sich mit anderen Patienten auszutauschen und mehr über Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten zu erfahren.
6) HausmittelKompressen mit Estragon und andere Alternativtherapien aus der Naturheilkunde sollen Schmerzen und andere Symptome lindern. Solche Maßnahmen sollten jedoch immer mit dem Arzt abgesprochen werden.
7) Frühwarnsymptome beachtenRheuma ist vererbbar. Angehörige von Rheuma-Patienten sollten Frühwarnsymptome wie Durchblutungsstörungen der Finger oder steife Handgelenke am Morgen ernst nehmen.
8) BewegungStatt schmerzende Gelenke zu schonen, sollten die betroffenen Stellen bewegt werden: spezielles Funktionstraining verhindert Schonhaltungen und kann die Schmerzen verringern.
9) Orthopädische HilfenOrthopädische Hilfsmittel werden häufig von den Krankenkassen bezahlt. Rheumatiker finden Erleichterung durch spezielle Schuhe und Einlagen, Schienen und Bandagen und bei fortgeschrittener Krankheit auch durch Gehhilfen.
10) Hilfe am ArbeitsplatzFür Arbeitnehmer mit rheumatischen Erkrankungen gibt es beratende und finanzielle Hilfen u.a. beim Integrationsamt, bei der Bundesagentur für Arbeit und bei Rententrägern.