Volksbegehren "Überleben unseres Österreichs"
Österreich unterschreitet seit 3 Jahrzehnten die Reproduktionsrate seiner Bevölkerung um ca. 30 %. Es fehlen ca. 30.000 Geburten pro Jahr. Allein in den vergangenen 10 Jahren sind dies 300.000 Menschen, die in Österreich nicht zur Welt gekommen sind. Wenn nichts geschieht, befindet sich die österreichische Bevölkerung auf dem Weg der weitgehenden Selbstauslöschung. Österreich hat zwar im internationalen Vergleich eine aufwändige Familienförderung. Diese ist etwa in Frankreich oder in Schweden zum Teil niedriger als in Österreich, dennoch haben diese Staaten wesentlich mehr Geburten als wir (Frankreich zum Beispiel 2,01 Kinder pro Frau gegenüber 1,39 Kinder pro Frau in Österreich). Dort werden die verfügbaren Mittel offenbar besser eingesetzt als bei uns. In Österreich sind die mit Kindern verbundenen finanziellen, beruflichen und gesellschaftlichen Nachteile derzeit für die Mehrheit unserer Bevölkerung einfach zu groß. Der finanzielle Nachteil bei 3 Kindern (bis 17 Jahre) beläuft sich derzeit kumuliert auf ca. 380.000 Euro. Kinder müssen sowohl gesellschaftlich als auch finanziell ein Vorteil werden. Zielsetzung des Volksbegehrens „Überleben unseres Österreichs" ist es, die gegenwärtige Abwärtsspirale unserer Bevölkerungsentwicklung wieder in einen Aufschwung umzuwandeln. Das Instrument hiefür ist ein Verfassungsgesetz, das ein Leitbild – das derzeit fehlt - für die Entwicklung von Österreichs Bevölkerung enthält.
Der Text des Volksbegehrens lautet: „Der Nationalrat möge durch Bundesverfassungsgesetz beschließen, dass (§ 1) die derzeitige Zusammensetzung der österreichischen Bevölkerung zu erhalten ist, (§ 2) die Familienförderung einschließlich flankierender Regelungen zur Vereinbarkeit von Kindererziehung und Beruf so gestaltet wird, dass Österreich seine Bevölkerung aus eigenem Nachwuchs erneuert, (§ 3) die Einkommensnachteile im Zusammenhang mit der Erziehung von Kindern ausgeglichen werden."