Wie kann man sich das Altern eines Menschen erklären und warum altern einige Menschen äußerlich scheinbar schneller als andere? Stellt man sich diese Frage nicht manchmal, wenn man ganz überracht feststellt, dass der Gegenüber viel jünger aussieht als sein tatsächliches Alter ist? Nun ich stellte sie mir unlängst und kam für mich über die Physik zu einer Vorstellung davon.
Geht man von der allgemeinen Relativitätstheorie Einsteins aus, so ist Zeit relativ und abhängig von den jeweiligen Gravitationskräften denen ein Körper ausgesetzt ist, je größer die Gravitationskraft ist die von einem Körper ausgeht, desto mehr Energie muss er aufwenden, um diese zu halten. Nun verhält es sich mit der Zeit so, dass sie langsamer vergeht je größer die Gravitationskraft des Körpers ist, dies aber stets gesehen in Betrachtung zu einem anderen Körper mit geringerer Kraft. Warum? Durch die Erkenntnis, dass Zeit relativ ist müssen wir uns von der Vorstellung verabschieden, dass es so etwas wie eine absolute Zeit gäbe, die losgelöst vom Raum existieren könnte, sie ist mit den Körpern unserer Umgebung fest verbunden und als solches durch jene relativ.
Was hat dies nun mit dem Menschen und dem Altern zu schaffen?
Betrachtet man den Menschen als Körper, so werde man sagen müssen, von ihm gehe eine gewisse Gravitationskraft aus. Nun braucht man Energie, um jene Kraft zu erhalten bzw. damit der Mensch Leistung vollbringen kann. Nun liegt es doch nahe zu sagen, ein Mensch der mehr Leistung vollbringt, also mehr Energie benötigt, hat ein stärkeres Gravitationsfeld als jener der weniger Leistung vollbringt, auch wenn ich sagen muss, dass dieser Wert wohl so klein sein dürfte, dass er kaum messbar ist. An dieser Stelle kann man wohl geneigt sein zu sagen, dass erst genannte wohl langsamer altern dürften, da, wie oben beschrieben, ein starkes Gravitationsfeld eine langsamere Zeit nach sich zieht.
Hier stellt sich aber die Frage, warum Menschen, die stets unter Stress stehen und bei ihrer Arbeit große Leistung vollbringen dennoch meistens wesentlich älter aussehen, als sie es in Wirklichkeit sind. Hier mein Denkansatz, diesmal aus der Astrophysik.
Astrophysik des menschlichen Körpers
Die Sonne als Körper benötigt Unmengen an Energie, damit sie ihr Gravitationsfeld aufrecht erhalten kann. Da eine Eigenschaft von Körpern ist, wie Newton schon sagt, dass sie ihre Zustände gerne erhalten wollen, wird unser heller Himmelskörper als solcher stets versuchen seinen momentanen Status aufrecht zu erhalten. Nun ist es aber so, dass ihr dies nicht auf ewig gelingen wird, da auch ihre Energieressourcen irgendwann zur Neige gehen. Was kann dann passieren? Mit dem Versuch ihr Gravitationsfeld stabil zu halten zerstört sie sich selbst, sie benötigt immer mehr Materie und verschlingt alles was sie bekommen kann, dies kann so weit gehen, dass die Dichte des Stern so hoch wird, dass ein Schwarzes Loch entstehen kann.
Der Mensch als Körper kann ähnlich angesehen werden, er verbraucht um seine Leistung aufrecht zu erhalten Energie. Wenn er stets mehr benötigt, so gewöhnt sich das System daran. In Ruhephasen ist der Körper nun allerdings auch bestrebt das gleiche Maß an Energie zu gewinnen, da ihm aber keine zugefügt wird bedient er sich der vorhandenen Materie. Dies gilt übrigens nicht nur in Ruhephasen, sondern auch bei Leistungserbringung, ist nicht genug Energie da, so werden Fettreserven und sonstige Materie angesprochen. Durch den Verbrauch bzw. die Überbeanspruchung des Systems erscheint der Körper gealterter als er eigentlich ist. So versucht er sein Niveau zu halten, schafft es aber nicht. Nur ist es wohl nicht so krass zu sehen, dass der Mensch als Schwarzes Loch in Erscheinung tritt, eher wohl als "Weißer Zwerg".
(S.Simmert)