Die verschiedenen
RAID-Level basieren nicht auf einer einheitlichen Struktur, sondern sie legen, je nach RAID-Level, Daten und Paritätsdaten unterschiedlich ab. Während RAID-0 (
striping) Daten auf zwei Datenträgern ohne Paritätsprüfung speichert, welche als ein Volumen behandelt werden, so spiegelt RAID-1 hingegen nur die Daten von
HDD0 auf
HDD1, auch hier ohne Paritätsprüfung.
Herkömmliche
RAID-Systeme sind konzipiert auf performante Redundanz, bieten Sie doch vermeintliche Ausfallsicherheit und hochkapazitäre Verfügbarkeit. Die gängisten eingesetzten und am weiten verbreitetsten
RAID-Level sind
RAID-0, RAID-1 und
RAID-5. Natürlich gibt es noch weitaus mehr RAID-Level, jedoch fristen diese eher ein Nischendasein, wenngleich auch diese anderen, eher unbekannteren verschiedenen RAID-Level, ihren spezifischen Zweck sehr gut erfüllen. Auf die Szenarien, die eine
RAID-Datenrettung erforderlich machen können, gehen wir später noch ein.
Grundfunktionen der einzelnen RAID-Level:RAID-0, auch als "striping" bezeichnet, fasst zwei Datenträger als ein Medium zusammen, z.B. 2x 750 GB Hdd zu 1x 1.5TB, bietet jedoch keine Redundanz und auch keine Parität.
RAID-1, auch als "mirroring" bezeichnet, spiegelt die Daten 1:1 von Festplatte-1 auf Festplatte2, bietet somit Renundanz, jedoch keine Parität.
RAID-5, auch als "parity" bezeichnet,spiegelt ebenfalls die Daten und bietet somit auch Redundanz, allerdings mit Parität. Zur Kalkulation der Parität wird verteilt über alle Platten (als minimum 3 Stück) eine logische Gruppe gebildet. Innerhalb der Datenblöcke einer Gruppe beinhaltet hierbei ein Datenblock die Paritätsdaten und die restlichen Datenblöcke innerhalb einer Gruppe die Nutzungsdaten oder Arbeitsdaten. Die Nutzungsdaten wiederum werden über alle Festplatten verteilt, gleiches gilt für die Paritätsdaten.
Sie merken schon, spätestens ab RAID-5, wenn es um die Verteilung der Paritätsdaten geht, wird die Thematik RAID etwas komplizierter.
Somit ist RAID-5 für kleine und mittelständische Unternehmen die Einstiegslösung Nr. 1. Übersehen wird, bei aller Datensicherheit, jedoch oft die Möglichkeit eines Ausfalls des RAID. Leider zu oft verlassen sich Administratoren auf die vermeintliche Redundanz die ein RAID-5 bietet. Denn es kann vorkommen, dass nicht nur eine Festplatte eines RAID-5 ausfallen kann, sondern z.B. zwei und somit kann das RAID dann nicht zurückgebildet werden. Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit hierür mag gering sein, jedoch lehrt uns "Murphy´s Law" dass wir gerade das unerwartete, erwarten sollten.
Weitaus häufiger anzutreffende Gründe für einen Datenverlust an RAID-Systemen wären: - Die Server-Registrierung geht verloren
- Versehentlich Raid Rekonfiguration
- Beschädigte, fehlerhafte, formatierte oder verlorenen gegangene Partitionen
- Fehlerhafte RAID-Konfiguration
- Defekte Controller
- Versehentlicher Re-Init des RAID-Arrays
- Fehlerhafter Komponententausch innerhalb der Arrays, z.B. durch Einsatz falscher Festplatten.
- Ausfall durch Überspannung, Spannungsspitzen.
Wo auch immer somit ein RAID im Einsatz ist, allein schon basierend auf der Tatsache, dass es sich um ein RAID handelt, unterstreicht die Wichtigkeit der auf dem RAID enthaltenen Daten. Sollte nun ein RAID ausfallen und eine
RAID-Datenrettung benötigt werden, so kann es sehr schnell, sehr teuer werden.