Udo Lindenberg "Teufel Alkohol"
Udo Lindenberg - Das Lindenwerk
Musiker, Schriftsteller und Maler,
Udo Lindenberg hat viele Fassetten. Bereits mit jungen 24 Jahren, im Jahr 1970 startete er seine Karriere mit seiner ersten Band Gründung, die unter dem Namen Free Orbit bekannt wurde. Seit 1995 produziert er nicht nur Rockmusiker, sondern ist Schriftsteller, und zugleich Künstler.
Udo Lindenberg begann seine
Künstler Karriere mit den legendären Udogrammen. Sie zeichnete sich insbesondere durch kleine Figuren mit Hut und einer überdurchschnittlich großen Knollnase aus. Hieraus entwickelte sich im Laufe der Jahre seine Malerei. Es entstanden seit 1995 verschiedenste Projekte und Zyklen. Zum einen der Kosmos-Kalender, die Panik-Figuren, sowie daraus resultierend die Panik-Comics.
Es folgten Likörelle - Eine besondere
Art der Malerei. Eierlikör, Campari und Co. geben seinen Bildern die Farben. Den wie Lindenberg sagt: "
´ne Kneipe ist immer griffbereit." Likörelle stellen heute ein Patent Lindenbergs dar. Jetzt sind seine schönsten Likörelle, die besten kolorierten Zeichnungen und Zyklen, von 1995 bis 2004, die meistens nachts mit Pinsel, Stift, Öl- und Acrylfarben gemalt wurden, sowie ausgesuchte Texte in dem Bildband "
Udo Lindenberg - Das Lindenwerk" zu sehen, der in Zusammenarbeit mit Ralph Larmann und Tine Acke entstand.
Am Abschluss des üppig bebilderten Streifzug durch das individuelle Lindenwerk entstand ein originelles Gesamtkunstwerk. Der Sonderzug von der Deutschen Bahn nach Pankow wurde in Originalgröße realisiert. Am 3 Oktober 2003 nahmen die dreizehn kunterbunten Waggons, die von Udo Lindenberg kreiert wurden, Fahrt auf. Die Bunte Republik Deutschland, war das Motto der Reise. Somit konnte die ganze Republik seine Kunst bestaunen.
Nicht nur Likörelle zeichnen
Udo Lindenbergs Malereien aus. Auch Porträts von sich selbst, aber auch von anderen Prominenten wie Helge Schneider haben durchaus Stiel und Charme. Die Bilder bilden einen starken Kontrast zu denen des bekannten Japanischen Künstlers Takashi Murakami.
Im Jahr 1999 malte
Udo Lindenberg den Faust-Zyklus, für eine Ausstellung in der Kunstsammlung Weimar. Dies gebührte dem 250. Geburtstag Goethes. Ein besonderes Werk das aus Blut und Erde entstand, war für die Initative`Rock gegen rechte Gewalt´. Wenig später begann er die Reihe `
Die Pimmelköppe´, Nazischweine und Skinheads – die ebenso mit Blut und Erde gefertigt wurden. 2003 entstand der Zyklus die 10 Gebote, das ein weiteres Highlight in der Sammlung Udo Lindenbergs Werke darstellt.
So entstand in nur wenigen Jahren eine ganze Sammlung von Udo Lindenbergs Gemälden. Die Anregung zum Malen entstand übrigens durch den verstorbenen Joseph Beuys. Heute sind seine Werke nicht nur in dem Bildband `
Das Lindenwerk´ zu betrachten, sie sind auch zu erwerben. Zwischen 700 und 100000 Euro sind seine Werke heute Wert, wobei jedes Werk ein Unikat darstellt.
(Tobias Heitmann)