Die Evolution
Wir Alle haben sehr überlebenstüchtige Vorfahren gehabt. Denn sie haben Ihre Gene weitergeben können und ihren Nachkommen im Überlebenskampf die notwendige Fürsorge zukommen lassen. Wir sollten also nicht zu sehr mit den ererbten Genen unzufrieden sein.
Unser Körper hat von Geburt an schon alle Anlagen und Bestimmungen für unsere spätere Form und Statur in allen Ausprägungen. Das ist das Optimum, das wir zur wir zur Verfügung haben. Wir können das Beste daraus machen wenn wir unser Natur entsprechend leben. Wir müssen uns nur in Anlehnung an unsere Vorfahren in Bewegung und Ernährung verhalten. Denn in der biologischen Entwicklung sind wir auch heute noch Jäger und Sammler. Dem Jäger und Sammler gemäßes Verhalten an den Tag zu legen ist zugegebenermaßen nicht problemlos in der modernen Zeit. Wir haben unsere Umwelt in nur wenigen Generationen sehr gewandelt. Zum größten Teil ist dieser Wandel auch zum Positiven hin geschehen. Aber auch in diesem Fall hat die Medaille zwei Seiten. Und so hat der positive Wandel auch weniger gute Veränderungen gebracht. Der Mensch hat es geschafft sehr viele Gefahren aus seinem Leben dauerhaft zu verbannen. In unserem gemäßigten Klima sind lebensbedrohende wetterliche Unbilden die Ausnahme geworden. Die Bedrohung durch Hungersnöte, Seuchen und Epidemien hat sich auch stark verringert. Die Gefahr durch wilde Tier ist hierzulande eher gering. Zu den allermeisten Zeiten der Menschheit gab es nur die eine Herausforderung (Stress) für das tägliche Überleben, nämlich die notwendige Nahrung zu sichern.
Nahrung steht heute fast jederzeit ohne große Anstrengungen zur Verfügung. Essen ist für uns von Beginn an der am meisten positiv besetzte Vorgang in unserem Leben.
Im modernen Leben ist der archaische Stress abgelöst worden durch den heutigen zivilisatorischen Stress. Dieser fordert mehr die Psyche als den Körper. Körper und Psyche haben aber vielfältige Wechselwirkungen. Eine Auswirkung dieser Zusammenhänge ist das Essen in lang anhaltenden nicht auflösbar scheinenden Stresssituationen. In der Folge wird das positiv empfundene Essen als Stressdämpfung missbraucht. Diese Ersatzhandlung führt dann zu Übergewicht und es entsteht neuer sozialer Stress. Leider sind unsere ererbten Reflexe und Fähigkeiten noch nicht darauf ausgerichtet diese neuen Herausforderungen wirklich gut zu meistern. Wir haben glücklicherweise keine Notzeiten mehr, es fehlt uns das natürliche Korrektiv um das Übergewicht wieder abzuschmelzen
Der Mensch hat aber von der Natur einen Vorteil mit auf seinen Weg bekommen. Er kann fast in jedem Lebensalter aktiv lernen und neue Verhaltensweisen trainieren.
Schnelles abnehmen hilft ja auf Dauer nicht, der Körper fordert bei der nächsten Gelegenheit sofort diesen „Verlust" auszugleichen. Es setzen die Auswirkungen des Hungerstoffwechsels ein. Es gibt nur eine vernünftige Lösung wenn auf Dauer gesund abnehmen das Ziel ist, nämlich langsam gesund abnehmen. Das kann man sehr einfach bewusst trainieren. Denn auch ohne hungern kann man nachhaltig gesund abnehmen und schlank bleiben.
PreMinus, Rainer Glätzer