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Tropfenbildung am Dachfenster ade

Autor: dach.de | Erstellt am: 11.03.2009 | Gelesen: 2172
Kategorie: Bau - Planung & Architektur | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Lüften und die richtige Temperatur am Dachfenster können Kondenswasser verhindern

Die bestmögliche Warmluftführung vom Heizkörper über die Fensterscheibe wird bei einem senkrechten I
Die bestmögliche Warmluftführung vom Heizkörper über die Fensterscheibe wird bei einem senkrechten I
Beschlagene, feuchte Fensterscheiben sind ein Ärgernis für Mieter und Eigentümer: Denn neben dem getrübten Ausblick leiden auch die Holzfensterrahmen unter der Nässe. Folgeschäden wie Schimmelbildung sind zudem nicht auszuschließen. Doch es gibt Maßnahmen, dieses Problem in den Griff zu bekommen - sei es schon in der Planung, also vor dem Einbau von Fenstern, oder durch richtiges Lüften während der Nutzung.

Die Ursache für die Tropfen am Fenster ist meist in der Raumluft enthaltenes Wasser, das sich an der kühleren Fensterscheibe ablagert. Die Begriffe, die dieses Phänomen beschreiben, sind variantenreich: von Kondens- über Schwitz- bis hin zu Tauwasser innen. Maßgeblich für die Entstehung sind Temperatur und Feuchtigkeit der Raumluft im Bereich des Dachfensters. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen.

Sinkt die Temperatur, kann es sein, dass die Luft die Feuchtigkeit als Kondenswasser wieder abgibt. In einer Wohnung tritt diese physikalische Gesetzmäßigkeit häufig zuerst an den Fenstern auf. Der Grund dafür ist, dass die Feuchtigkeit als erstes an den kältesten Stellen auskondensiert. Bei älteren Wohnungen sind dies oft Fenster, die noch keine Dämmwerte des heutigen hohen Standards aufweisen.

Aus den Ursachen ergeben sich zwei Ansatzpunkte zur Vermeidung von Kondenswasser: Reduzieren der Luftfeuchtigkeit im Innern der Wohnung und Erhöhen der Temperatur im Bereich des Fensters. Letzteres sollte man am besten schon bei der Planung einer Dachwohnung berücksichtigen. Der Dachfensterhersteller VELUX empfiehlt Bauherren, einen Heizkörper unter dem Fenster zu platzieren und auf optimale Bedingungen für die Luftzirkulation speziell im unteren Fensterbereich zu achten. Die bestmögliche Warmluftführung vom Heizkörper über die Fensterscheibe wird bei einem senkrechten Innenfutter und unterbrochener Fensterbank erreicht (siehe dazu auch Grafik Warmluftführung). So wird ein zu starkes Abkühlen der Fensterscheibe verhindert und das Risiko der Kondenswasserbildung sinkt. In den kalten Monaten sollten die Heizkörper schwach, aber ständig in Betrieb sein, so dass stetig warme Luft die Fensterscheiben auf Temperatur hält und sie weniger beschlagen. Auch der Austausch alter Scheiben gegen neue mit gutem Wärmedämmwert, die weniger Wärme aus dem Raum lassen, kann die Kondenswasserbildung weiter vermindern.

Einer hohen Luftfeuchtigkeit im Raum begegnen Mieter oder Eigentümer am einfachsten mit ausreichendem Lüften. Denn ein regelmäßiger Austausch der warmen, feuchten Innenluft gegen frische, trockene Außenluft verhindert, dass Wasser aus der Raumluft austritt. Dies wird angesichts immer besser isolierter und gedämmter Häuser zunehmend wichtiger. Während früher der notwendige Luftaustausch oft durch undichte Fugen oder Ritzen des Gebäudes praktisch automatisch erfolgte, müssen Bewohner heute selbst dafür Sorge tragen. Schon drei bis vier Mal am Tag die Fenster öffnen und jeweils für fünf Minuten auf Durchzug halten, empfehlen Experten als angemessen. Dabei helfen steuerbare Dachfenster von VELUX. Mieter und Eigentümer können mit einer Fernbedienung individuelle Abläufe festlegen, die den Expertenrat berücksichtigen. Die Fenster öffnen und schließen sich auch dann, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind oder einfach das Lüften vergessen. Es genügt, den Ablauf einmal einzugeben, um jeden Tag für ausreichend Luftaustausch zu sorgen.

Mehr Informationen, Beiträge, Artikel und inspierirende Ideen zum Thema Dachfenster finden Sie unter: www.dach.de/belichtung/dachwohnfenster/
 
 
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