Trockenfleisch
Wer hat nicht im Kindesalter in Indianerbüchern geschmökert und mit den Helden spannende Abenteuer erlebt. Wenn diese sich nicht gerade gegen Feinde behaupten mussten, war häufig der Hunger ein großes Problem. Ein überlebenswichtiges Nahrungsmittel, um lange Hungerperioden zu überstehen, war
Trockenfleisch. Vorsorglich wurden in guten Zeiten Vorräte davon angelegt, um schwierige Zeiten überbrücken zu können. In der Realität hatte dieses gut haltbare Lebensmittel tatsächlich große Bedeutung. Überall auf unserer Erde hat die Herstellung von Trockenfleisch eine jahrhundertelange Tradition, da es viele Vorteile hat.
Es lässt sich durch das geringe Gewicht leicht auf Fußmärsche mitnehmen und muss nicht gekühlt werden, da es durch den Entzug von Flüssigkeit entsprechend leicht und haltbar geworden ist. Für die Herstellung wird rohes Fleisch in Streifen zerteilt und anschließend zunächst in Gewürze, Kräuter und Salz eingelegt, bevor es zum Trocknen aufgehängt wird. Der Flüssigkeitsverlust bei dieser Prozedur ist erheblich und liegt bei ungefähr 40%. Der Geschmack der fertigen Fleischstücke ist interessant und je nachdem welche Gewürze verwendet wurden, entweder eher salzig, würzig oder süß.
Eine clevere Lösung, um Fleisch lange haltbar zu machen, ohne das ein Gefrierschrank zur Verfügung stehen musste. Heutzutage ist
Trockenfleisch nicht mehr so bekannt und lebenswichtig wie in früheren Zeiten. Doch es ist nach wie vor eine leckere und gute Alternative für unterwegs. Es lohnt sich daher, dieses altbewährte Nahrungsmittel einmal zu probieren. Hergestellt wird es noch immer und ist beispielsweise in Onlineshops erhältlich. Eine gute Gelegenheit, mal ein Buch aus Kindertagen zur Hand zu nehmen und dabei selbst probieren, was auf dem Speiseplan der Helden stand.
Andreas Mettler