Durch viele äußere Einflüsse haben immer mehr Deutsche Probleme mit ihren Augen. Wenn die Patienten dann beim Augenarzt sind, klagen sie häufig über Beschwerden wie Juckreiz, Augenbrennen, Augenschmerzen und ein Fremdkörpergefühl. Jede Bewegung des Lids wird als unangenehm empfunden, die Bindehaut ist gerötet, die Augenlider sind nach dem Aufwachen verklebt, die Augen wirken müde und der Patient ist gegen Licht empfindlich. Hier stellt der Augenarzt meistens die Diagnose "Trockene Augen".
Was versteht man aber darunter? Trockene Augen entsteht dann, wenn nicht genügend Tränenflüssigkeit produziert wird oder ihre Zusammensetzung gestört ist. Dies führt dazu, dass der Tränenfilm auf der Augenoberfläche vor dem nächsten Lidschlag aufreißt und es so zu „trockenen Stellen" kommt. Als Folge davon können die Augenlider beim Lidschlag nicht mehr problemlos über die Augen gleiten. Sie „kratzen" über die Augenoberfläche, was nicht nur zu unangenehmen Empfindungen führt, sondern auch Entzündungen und Infektionen begünstigen und zu Schäden an der äußeren Schicht der Augenoberfläche, der Hornhaut, führen kann.
Bei der Behandlung von Trockenen Augen helfen Augentropfen, Salben und Gele. Besonders empfehlenswert sind konservierungsmittelfreie Medikamente. Die häufig eingesetzten Konservierungsmittel wie Benzalkoniumchlorid können die Hornhaut des Auges schädigen und die Zusammensetzung des Tränenfilms negativ beeinflussen. Bei sehr starkem Mangel an Tränenflüssigkeit kann vom Arzt eine Verödung der Tränenpünktchen oder ein Verschluss der Tränenpünktchen mit Hilfe kleiner Silikonplomben in Erwägung gezogen werden.
Auch Medikamente können übrigens zu einer verminderten Tränenproduktion führen. Bei Augenproblemen sollten Sie also Ihren behandelten Arzt unbedingt informieren. Medikamente, de die Tränenproduktion verringert sind zum Beispiel Kontrazeptiva („Pille"), Betablocker - Mittel gegen hohen Blutdruck, Antihistaminika - Mittel gegen Allergien, Augentropfen gegen gerötete Augen – sogenannte „Weißmacher", Beruhigungsmittel, Antidepressiva und harntreibende Mittel. Neben den Augentropfen werden neuerdings auch Augenspray zur Behandlung eingesetzt. Das liposomale Augenspray wird im Gegensatz zu den herkömmlichen Tränenersatzmitteln auf das geschlossene Auge gesprüht. Die enthaltenen Phospholipid-Liposomen werden dabei u.a. auf den Lidrand gesprüht, wo sich auch die körpereigenen Lipide befinden. Durch die zugeführten Phospholipide wird die – zumeist geschädigte – Lipidschicht des Tränenfilms wieder stabilisiert, was zu einem normalen Verdunstungsschutz und zur Erhaltung der natürlichen Tränenflüssigkeit führen wird. In einer Studie wurde nachgewiesen, dass bei Behandlung mit dem liposomalen Augenspray sich die subjektiven Beschwerden bei knapp 90 % der Patienten verbessert haben. Die objektiven Befunde waren in der Behandlungsgruppe, die mit dem liposomalen Augenspray behandelt wurden, signifikant besser als in der Vergleichsgruppe.