Die Luft aus Klimaanlagen, meinen manche, macht den Augen schnell zu schaffen; trockene Augen kratzen, brennen und jucken. Aber was ist eine Klimaanlage? Es gibt verschiedene Arten von Klimaanlagen. In Deutschland versteht man unter einer Klimaanlage ein System, mit dem in einem Raum Temperatur, Feuchtigkeit und Luftqualität erzeugt und gehalten werden kann. Im Ausland versteht man unter einer Klimaanlage oft eine einfache Raumkühlung (air conditioning).
Der offensichtlichste Unterschied ist wohl der zwischen zentralen Klimaanlagen und dezentralen Klimaanlagen. Bei zentralen Klimaanlagen wird die Luftbehandlung in einem zentralen Zuluftgerät und in einem zentralen Abluftgerät durchgeführt.
Bei dezentralen Klimaanlagen wird die Luftbehandlung von einem einzelnen Gerät direkt in jedem Raum ausgeführt. Unabhängig von der Himmelsausrichtung des Gebäudes wird die Frischluft raumweise über die Fassade angesaugt und die Raumabluft raumweise über die Fassade ins Freie abgegeben. Dezentrale Klimaanlagen sind natürlich einfacher in alte Gebäude nachrüstbar, haben aber die Probleme, dass die Luft teilweise an von der Sonne aufgeheizten Fassaden aufgenommen werden muss und die Abluft einer Einheit die "Frischluft" der nächsten ist.
Außerdem gibt es zum Beispiel Luft/Wasser-Anlagen und Nur-Luft-Klimaanlagen. Luft/Wasser-Anlagen verwenden zur Deckung der Transmissionswärme und -kälte wassergebundene Flächenheiz- und Flächenkühlsysteme wie Heizkörper und Kühldecken. Nur die Behandlung (Luftförderung, Filterung, Temperierung, Be- und Entfeuchtung) der zugeführten Außenluft wird von der Luft-Klimaanlage geleistet. Nur-Luft-Klimaanlagen erledigen die komplette Luftbehandlung über die zugeführte Außenluft.
Das Problem sind jedoch nicht die Klimaanlagen an sich, ohne die in den heißen Zonen der Welt und im Sommer auch in unseren Breiten überhaupt kein produktives Arbeiten möglich wäre. Das Problem ist, dass die Klimaanlagen die Luft oft nicht genug befeuchten. Häufig beträgt die Luftfeuchtigkeit im Mittel nur 25 Prozent, anstatt der empfohlen 50 oder mehr Prozent.
Was tun, wenn man an einem Ort arbeitet, wo die Luft trocken gehalten werden muss, wie in einer Bibliothek, wo die wertvollen Bücher vor Schimmel geschützt werden müssen? Oder wenn sich der Chef weigert, die Luftfeuchtigkeit höher einzustellen? Oder wenn der Gebäudeeigentümer nicht in eine ordentliche Klimaanlage investieren will? In solchen Fällen helfen Augentropfen wie künstliche Tränen zuverlässig gegen trockene Augen.
In der Apotheke gibt es zu diesem Zweck Tropfen und Gele mit speziellen Wirkstoffen. Sie bilden einen feinen Film auf der Augenoberfläche und helfen gegen
trockene
Augen. Künstliche Tränen haben zudem eine schleimhautschützende Wirkung.
Wer künstliche Tränen öfters anwendet, kann sich so genannte Einmaldosen kaufen. Anders als die in den größeren Augentropfenfläschchen enthalten die Augentropfen in den kleinen Plastikbehältern keine Konservierungsstoffe und sind somit besser verträglich.
Auch bei dauerhaftem Einsatz schaden künstliche Tränen den Augen nicht. Insbesondere werden die Augen nicht nach ihnen "süchtig". Die natürliche Tränenproduktion wird durch die künstlichen Tränen nicht weiter reduziert. So helfen künstliche Tränen gegen trockene Augen und verschlimmern das Problem nicht etwa.