Das Symptom Trockenes Auge entsteht, wenn nicht in ausreichendem Maße Tränenflüssigkeit produziert wird oder nicht optimal zusammengesetzt ist. In Deutschland leiden Millionen von Menschen unter den damit verbundenen Beschwerden wie Augenbrennen, Juckreiz oder Fremdkörpergefühl.
Augentropfen und auch die sogenannten „künstlichen Tränen" sollen und können Linderung verschaffen. Der Begriff „Trockenes Auge" steht für Veränderungen im Auge, die auftreten, weil nicht ausreichend Tränenflüssigkeit gebildet wird oder diese nicht optimal zusammengesetzt ist. Es gibt noch andere Bezeichnungen für das Symptom wie Keratokonjunktivitis sicca, Sicca-Syndrom oder Dry Eye-Syndrom. Es leidet etwa jeder dritte Patient, der in eine augenärztlichen Praxis kommt, unter Trockene Augen. In Deutschland geht man davon aus, dass rund 10 Millionen Menschen unter verschieden stark ausgeprägten „Trockenen Augen" leiden. Frauen sind aufgrund von hormonellen Umstellungen in den Wechseljahren viel häufiger betroffen als Männer. Meistens sehen die Betroffenen die Beschwerden gar nicht als behandlungsbedürftig an und gehen deshalb gar nicht oder sehr spät zum Arzt. Leider erfolgt dort keine oder nur eine recht unzureichende Therapie. Es gilt aber zu beachten, dass das Trockene Auge keine harmlose Bagatelle ist, sondern eine häufig auftretende Ursache für eine Hornhaut-Perforation, die das Sehvermögen stark beeinträchtigen kann und bis Erblindung führt.
Für das Zustandekommen des Trockenen Auges sind innere und äußere Ursachen verantwortlich. Zu den inneren Faktoren zählen zum Beispiel auch altersbedingte Veränderungen der Schleimhäute sowie hormonell bedingte Veränderungen der Tränenflüssigkeit in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren bei Fauen, allgemeine Erkrankungen der Tränendrüsen, Verengungen in den abführenden Tränenwegen, nicht genügend Schlaf, Vitamin A Mangel sowie bestimmte Erkrankungen, die mit einer verminderten Produktion von Tränenflüssigkeit einhergehen. Zu diesen Krankheiten gehören die Parkinson Krankheit, Rheuma, Neurodermitis, Diabetes und Erkrankungen der Schilddrüse.
Zu den äußeren Faktoren zählen Lebens- und Arbeitsbedingungen wie zum Beispiel das Gebläse im Auto, unangenehmer Zigarettenrauch, Unverträglichkeit von Kontaktlinsen, eine falsche Brille, ungeeignete Beleuchtung am Arbeitsplatz, langer Aufenthalt in Räumen mit Klimaanlage, Zugluft oder auch überheizte Räume, eine zu geringe Luftfeuchtigkeit und lang andauernde und konzentrierte Bildschirmarbeit. Meistens wird das Trockene Auge mit Hilfe von Tropfen, Salben oder Gels behandelt. So wird die unzureichende Tränenflüssigkeit ersetzt oder die Konsistenz des Tränenfilms verbessert. Die Medikamente werden bei Bedarf mehrmals täglich in den Bindehautsack getropft. Das Ziel der Therapie ist eine bessere Benetzung der Augenoberfläche und eine Linderung der verschiedenen Symptome.
In der Regel sind die Augentropfen recht dickflüssig, damit sie möglichst lange auf der Augenoberfläche verbleiben. Der Nachteil der dickflüssigen Tropfen ist allerdings ein eingeschränktes Sehvermögen.