Klassische Teakmöbel als Einrichtungsgrundlage.
Gerade in Deutschland sind Massivholzmöbel beliebt, da sie für ihre stabilen und robusten Eigenschaften bekannt sind und der Deutsche gemeinhin viel Wert auf Beständigkeit und bleibende Werte legt. Doch neben einheimischen Holzarten, wie Eiche Buche oder Nussbaum, gehören auch tropische Hölzer schon lange zu den Bestsellern. Teakholz führt hier das Feld in Punkto Verkaufszahlen eindeutig an, wobei gerade tropische Hölzer in den letzten Jahren ein wenig in Verruf geraten waren, da die Abholzung vieler Sorten zur Reduzierung der tropischen Regenwälder beiträgt. Entscheidet man sich also für Teakmöbel, sollte darauf geachtet werden, dass diese über das Siegel des FSC (Forest Stewardship Council) verfügen. Dies ist eines der wenigen internationalen Zertifikate, mit welchen tropische Hölzer ausgezeichnet werden, die eben nicht aus tropischen Regenwäldern stammen, sondern auch künstlich angelegten Plantagen. Leider ist dies noch immer die einzige Gewährleistung, welche Kunden haben, um unbedenkliches Tropenholz zu identifizieren. Aus diesem Grund empfiehlt es sich auch, beim Kauf der Teakmöbel sofort einen Fachhändler anzusteuern, da diese mittlerweile fast ausschließlich Produkte mit dem FSC-Siegel vertreiben.
Neben diesem etwas kritischen Aspekt in Bezug auf tropische Holzarten, hat es natürlich eindeutige Gründe, weshalb Teakmöbel in Deutschland so beliebt sind. Teakholz wächst in den feucht-warmen Gebieten Asiens heran und hat daher über die Jahrtausende einen natürlichen Abwehrmechanismus gegen die Einflüsse der Witterung entwickelt. Die Rede ist von der hohen Faserdichte des Holzes, sowie seiner engen Gefäßstruktur, die dafür sorgen, dass nur sehr wenig Feuchtigkeit ins Innere gelangen kann und das Holz somit vor dem Morschwerden geschützt ist. Gerade deshalb eignen sich
Teakmöbel für den Gebrauch im Innenbereich, ebenso wie für die Verwendung im Garten. Allerdings sollte das im Außenbereich genutzte Teakholz nicht völlig unbehandelt der Witterung überlassen werden. Zwar zeigt sich dieses sehr resistent, selbst gegen schwankende Klimabedingungen, nimmt aber im Laufe der Zeit eine charakteristische graue Patina an. Dabei handelt es sich nicht um ein Anzeichen einer Qualitätseinbuße des Holzes, sondern um eine natürliche und für diese Holzart spezifische Reaktion. Wer also die meist goldbraune Farbe seiner Teakmöbel für den Garten beibehalten möchte, entscheidet sich entweder für eine lackierte Variante, oder pflegt die einzelnen Stücke regelmäßig mit speziellem Teakholzöl. Diese „Sonderbehandlung" tut auch den Möbeln für den Innenbereich gut, weshalb echte Holzliebhaber die regelmäßige Ölung mindestens ein Mal im Jahr einplanen. So wird nicht nur die Schönheit des Holzes erhalten, sondern das Holz auch mit Nährstoffen versorgt. Das macht es widerstandsfähig gegen die alltäglichen Abnutzungserscheinungen, wie kleine Kratzer oder Flecken.
Da Teakholz zu den so genannten Harthölzern gehört, sind natürlich auch Teakmöbel massiv gearbeitet und überzeugen durch Stabilität und Langlebigkeit. An einem Möbelstück aus Teak wird man über Jahre hinweg seine Freude haben; selbst der Umzug oder das regelmäßige Umrangieren des Mobiliars, wie es mittlerweile zum Trend geworden ist, kann einem solchen Produkt nichts anhaben. Wem die klassisch braune Farbe des Holzes mit seiner dunkelbraunen Maserung nicht zusagt, wird beim Fachhändler die einzelnen Modelle auch in anderen Lackierungen finden, so dass die Teakmöbel individuell an den eigenen Einrichtungsstil angepasst werden können und ein harmonischer Gesamteindruck des Raumes entsteht.
Christina Klug