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Tresorkauf: Auf welche EURO-Normen sollte man beim Tresorkauf achten?

Autor: leonmedia | Erstellt am: 14.07.2010 | Gelesen: 1218
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Ein Ratgeber zur Bedeutung der EURO-Normen beim Tresor-Kauf.

Tresor ohne Zertifizierung
Tresor ohne Zertifizierung
Wenn ein Tresorkauf ansteht, liegt es bereits in der Natur der Sache, dass hohe Ansprüche in Sachen Sicherheit gestellt werden. Dementsprechend sollte man beim Tresorkauf auch darauf achten, dass dieser unterschiedlichen Richtlinien genügt. Am bekanntesten sind hierbei die EURO-Normen, die im Tresorjargon oft mit EN xxxx abgekürzt werden. Doch was genau sagen diese kryptischen Zahlenkombinationen aus und auf welche sollte man besonderen Wert legen? Darüber soll der vorliegende Artikel aufklären.

Die EURO-Normen bezeichnen im Tresorbau europaweit einheitliche und anerkannte Testverfahren, die der Qualitätssicherung von Tresoren, Feuerschutzschränken und Co. dienen sollen. Die zu bewertenden Wertschutzschränke werden hierbei von unabhängigen Prüflaboratorien entsprechend dieser Richtlinien getestet. Bestehen sie diese Belastungsproben, geben Zertifizierungsstellen, (die bekannteste in Deutschland ist in diesem Umfeld der VdS, der Verband deutscher Sachversicherer) Prüfplaketten heraus, die der Hersteller als Qualitätsmerkmal an seinem Tresor anbringen kann.

Die zentrale EURO-Norm für den Einbruchsschutz ist die EN 1143. Tresore werden entsprechend Ihres Abschneidens in diesen Testverfahren in verschiedene Widerstandsgruppen (I-V) eingeteilt, wovon die stärksten mit der Zusatzbezeichnung „KB" sogar angemessenen Schutz vor Diamantkopfbohrern bieten. Wichtig: Der maximal versicherte Wert Ihres Depots ist direkt abhängig vom Widerstandsgrad des Tresors. Vor dem Tresorkauf sollten Sie hier also unbedingt mit Ihrem Versicherer in Rücksprache treten, um alle Unklarheiten aus dem Weg zu räumen.

Wenn Ihr Tresor zusätzlich als Feuerschutzschrank dienen soll, sollten Sie sich nicht von Bezeichnungen wie „feuersicher" oder „feuerfest" (was nur besagt, dass der Tresor selbst aus nichtbrennbaren Materialien besteht) verwirren lassen. Stattdessen sollte er den Ansprüchen der EN 1047 genügen, dies sollten Sie anhand der Prüfplakette kontrollieren. Die etablierte Zertifizierungsstelle für Tests nach EN 1047 ist die ECB-S (European Certification Boards-Security), die Zertifizierungen von 60 P bis 120 DIS ausstellt. Die Zahl gibt dabei die Dauer in Minuten an, die der Feuerschutzschrank einer direkten Beflammung garantiert standhält, ohne dass der Inhalt (entweder Papierdokumente bei „P" oder sensible Datenträger bei „DIS") Schaden nimmt.

Je nachdem, was Sie in Ihrem Tresor aufbewahren wollen und welche Ansprüche Sie an seine Sicherheit stellen, sollten Sie also auf die entsprechende Zertifizierung achten.

 
 
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