(Online-Artikel.de) - Bei Eheringen aus Gold wird vor allen Dingen die 750er Legierung verwendet.Schon seit Jahrhunderten ist es üblich, dass sich Braut und Bräutigam als sichtbares Zeichen für „Ich bin verheiratet" gegenseitig
Eheringe anstecken. Musste sich im alten Rom anfangs noch die Auserwählte mit einem Eisenring zufrieden geben, so waren es wiederum die Römerinnen, die im Laufe der Zeit Ihrem Bräutigam zu verstehen gaben, dass Ringe aus Gold ihren Geschmack besser treffen als die bekannten Eisenringe. Um sich von der Masse abzuheben, verzierten die gut Betuchten damals schon die Trauringe mit Edelsteinen. Allerdings bekamen zu dieser Zeit nicht beide Partner einen Ring, sondern nur die Ehefrau. Erst seit dem 14. Jahrhundert tragen sowohl Ehemann als auch Ehefrau einen Trauring.
Heute werden die Ringe während der Hochzeitszeremonie in der Kirche, sofern eine kirchliche Hochzeit abgehalten wird, feierlich gewechselt. In Deutschland - wie auch in Österreich - stecken sich Braut und Bräutigam die
Eheringe an den rechten Ringfinger an. In der Schweiz, Italien oder auch Frankreich dagegen ist es der linke Ringfinger. Ihr Argument: Links ist das Herz, also ist die linke Hand besser geeignet, da die Liebe ja bekanntlich vom Herzen kommt.
Auch bei den Materialien gab es Veränderungen. War es vor Jahren hauptsächlich Gold, das für die Herstellung von Eheringen verwendet wurde, so hat sich seit langen ein anders Edelmetall einen festen Platz als Schmuckmetall erobert. Gemeint ist Platin, das als besonders wertvoll, edel und rein gilt. Für Goldringe kann eine 333er, 585er oder auch 750er Legierung gewählt werden.
Trauringe aus Platin dagegen werden fast ausschließlich mit einem Reinheitsgehalt von 950 hergestellt. Das heißt, dass 95 Prozent der Metallmasse aus Platin besteht. Allergiker werden diesen Umstand zu schätzen wissen, denn Hautauschläge gibt es bei Platinringen praktisch nicht.
Georg Wittmann