Profi Schnelldienst Fachübersetzungen GmbH
Hinter dem Begriff „Übersetzung" verbirgt sich eine durchaus seriöse Wissenschaft, nämlich die der Übersetzungswissenschaft bzw. Translatologie. Für die Übersetzerin und den Übersetzer ist es von elementarer Bedeutung, während seiner Ausbildung sowie im anschließenden Berufsleben eine starke Gewichtung auf diesen Aspekt der übersetzerischen Tätigkeit zu legen, ganz gleich, ob es sich um eine Deutsch Russisch Übersetzung, eine Übersetzung vom Spanischen ins Deutsche oder um das Übersetzen Deutsch Norwegisch handelt.
Im praktischen Leben ist das Übersetzen daran ausgerichtet, beim zielsprachigen Leser die gleiche „Wirkung" zu erzielen, wie es zwischen Ausgangstext und ausgangssprachlichem Rezipienten der Fall ist. Die Übersetzungswissenschaft spricht immer dann, wenn das Hauptaugenmerk nicht mehr auf dem Original, sondern auf der Funktionalität der Übersetzung liegt, von der „Skopostheorie", um die sich Linguisten wie Katharina Reiß und Hans J. Vermeer verdient gemacht haben. Hierbei liegt das optimale Übersetzungsergebnis dann vor, wenn der zielsprachige Leser dem ihm vorliegenden Text die Übersetzung, beispielsweise Deutsch Dänisch oder Deutsch Finnisch, nicht mehr anmerkt, ihn quasi als Original ansieht. Ist dies der Fall, kann man von einer Funktionskonstanz von Quell- und Zielsprache sprechen. Diese –zugegebenermaßen hohe – Messlatte kann auf alle fachlichen Gebiete des Übersetzens angewandt werden, sei es für die Deutsch Polnisch Übersetzung von Ausschreibungsunterlagen, der Englisch Deutsch Übersetzung von Schulungsunterlagen, die Deutsch Französisch Übersetzung von Gebrauchsanleitungen etc.
Die Aufgabe des Übersetzers liegt denn auch zumeist darin, den ausgangssprachlichen Text nicht nur Wort für Wort bzw. Formulierung für Formulierung zu übersetzen, sondern auch die in der Zielsprache üblichen Wendungen einzusetzen, auch wenn diese auf den ersten Blick möglicherweise eine Abweichung vom Quelltext darstellen.
Wie immer bestätigen auch innerhalb der Translatologie und der hier aufgeworfenen Anforderungen Ausnahmen die Regel. So gibt es durchaus Bereiche, in denen in der Übersetzung das ausgangssprachliche Original „durchscheinen" darf und soll. Oft ist dies im Rahmen der Literaturübersetzung und hier insbesondere innerhalb der Lyrikübersetzung der Fall, bei der ausgangssprachliche Besonderheiten nicht verloren gehen dürfen, sondern für den zielsprachigen Rezipienten bemerkbar sein müssen, auch wenn dies auf den ersten Blick mitunter auf Kosten textlicher Eleganz gehen kann. Der „Skopos" ist also hier die Visualisierung typischer Formulierungen eines Verfassers bzw. von sprachlichen Phänomenen, die in dieser Form nur in der Quellsprache vorkommen. Ein Beispiel hierfür wäre das russische „Batjuschka", was gemeinhin, besonders in älteren Übersetzungen von Tolstoj oder Dostojewski, mit „Väterchen" übersetzt wird, womit allerdings das Bild eines lieben alten Großvaters entsteht, wie es im Russischen gar nicht gemeint ist. Eine mögliche andere Variante wäre es, „Batjuschka" in der deutschen Übersetzung stehen zu lassen und nur bei der erstmaligen Verwendung eine erklärende Anmerkung des Übersetzers anzubringen.
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