Manuel Neuer
Nach wie vor scheint das letzte Wort in dem Poker um Schalke-Torhüter Manuel Neuer nicht gesprochen zu sein. Und dabei schien doch soweit alles recht deutlich; Neuer selbst hat schon lange seine Präferenzen kundgegeben, möglichst bald Richtung Süden zu den Bayern abzuwandern.
Diese haben nach auch ein solides Angebot abgegeben - 18 Millionen Euro soll der Fußballverein für den vorzeitigen Abgang von Neuer an die Königsblauen Zahlen. Hinzu kommt die Option auf einen Erfolgbonus, der bis zu siebe Millionen Euro umfassen soll. Ein äußerst attraktives Angebot für Schalke, wo man durchaus Geld in den Kassen brauchen kann. Dennoch zieht sich die endgültige Entscheidung hin und das so sehr, das sich zuletzt auch die Vorstandsetage bei Bayern darüber verwundert zeigte.
Nun meldete sich der Chef des Aufsichtsrates Clemens Tönnies diesbezüglich zu Wort und gab zu bedenken: „Das ist eine wichtige Personalie. Dass man sich da einen Kopf macht, ist doch normal. Die Bayern sollen da nicht ungeduldig sein. Wir haben doch Zeit."
Wer jetzt allerdings aus den Äußerungend es 55-Jährigen ein Indiz dafür lesen will, dass es in eine neue Wettrunde im Neuer-Poker ginge, der schlussfolgert voreilig. So kommentiert Tönnies das Herauszögern der Entscheidung: „Ich weiß, wie schwer es Manuel fällt, wegzugehen. Und ich weiß, wie schwer es uns fällt, ihn gehen zu lassen. Deswegen gibt es im Augenblick ein bisschen hin und her. Mehr ist es nicht." Es geht also nicht ums feilschen, sondern um eine gründliche Überlegung. Auch der Medienberater Bernhard Schmittenbecher bestätigte diese Stellungnahme: „Ich kann die Aussagen, die Manuel in den letzten Wochen getätigt hat, nur bestätigen: Es gibt keinen neuen Sachstand."
Es scheint also wirklich nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der 25-Jährige Tohüter, der schon mehrmals als bester Keeper der Welt betitelt wurde, seine Trikot-Farbe wechselt.
Franziska Steiner