Foto: Cunard Line
Sobald die berühmte Queen Mary 2 der britischen Traditionsreederei Cunard Line Hamburg besucht, ist in der Hansestadt an der Elbe ein Festtag. Das ist auch dieser Tage noch so. Öfters im Jahr besucht die Queen Mary 2 aus diesem Grund Hamburg und bringt heute sogar ihre Flottenschwestern Queen Victoria und die Queen Elisabeth mit. Die Queen Mary 2 ist zweifellos ein Wahrzeichen Hamburgs geworden.
Wir checken ein und freuen uns mit den über 2.000 Mitreisenden auf eine wunderbare Transatlantik Schiffsreise nach New York. Auf dem historischen Kurs, den seinerzeit die Titanic befuhr. Die beeindruckende Grand Lobby ist das erste was man von der Queen Mary 2 sieht. Dieser Ort würde mit seinen Marmorsäulen, Stuckdecken und Freitreppen jedem Luxushotel zur Ehre gereichen. Mit einem der gläsernen Fahrstühle kommen wir das Deck, auf dem sich unsere Kabine befindet. Bis zum Ablegen haben wir noch einige Stunden Zeit. Erst einmal einen Happen essen und dann gilt es, dass riesige Kreuzfahrtschiffe kennenzulernen. Es wird wohl eine Weile brauchen bis wir uns auf dem Schiff nicht mehr verlaufen.
Dann wird es Zeit. Das Tuten des mächtigen Typhoons der Queen Mary 2 zeigt an, dass wir schon abgelegt haben. Das wollen wir natürlich nicht versäumen. Wir immer stehen Tausende am Ufer der Elbe und verabschieden uns. Wir winken zurück und genießen den Blick über die Hamburg. Vor dem Abendessen ist noch Zeit für einen Bummel an Deck. Die Oberdecks haben wir bis jetzt nicht erkundet. Am Heck es Liners befindet sich eine großzügiger Poolbereich. Bedauerlicherweise werden wir auf dem Nordatlantik wahrscheinlich wenig Gelegenheit für ein Sonnenbad haben.
Einmal um das Kreuzfahrtschiff herum und wir haben bereits reichlich 600 Meter absolviert. Wir nehmen uns vor, jeden Abend nach dem Abendessen zwei bis drei Runden zu drehen. Aber jetzt haben wir erst einmal einen Termin. Der deutschsprachige Host lädt die zahlreichen deutschen Mitreisenden zur einer Informationsveranstaltung in das Royal Court Theater und führt und in das Leben an Bord ein. Das gewaltige Theater mit weit mehr als 1.000 Sitzplätzen werden wir noch öfter aufsuchen. Für uns sind die Aufführungen im Theater immer der Start des Abends an Bord. Aber dann geht es erst einmal zu Tisch. Im eleganten Britannia-Restaurant nehmen wir das erste Mal auf unserer Transatlantik Kreuzfahrt das Abendessen ein. Es hat vorzüglich geschmeckt. Nach dem Menü spazieren wir noch ein wenig durch das Kreuzfahrtschiff. Sicherlich ist auch die Bibliothek der Queen Mary 2 die größte auf See. Mehr als 8.000 Titel stehen hier zur Auswahl. Unglaublich. Der ein oder andere Bildband über die Titanic ist auch dabei.
Nach einem Halt in Southampton haben wir auf unserer Transatlantik Kreuzfahrt inzwischen den Atlantischen Ozean erreicht. Um uns herum ist nur Wasser. Die endlose Weite des Ozeand. Kein Landgang stört den Tagesablauf. Glücklicherweise ist der Nordatlantik auf dieser Transatlantik Kreuzfahrt gnädig mit uns. Mehr als Windstärke fünf mussten wir nicht aushalten. Das ist für die Queen Mary 2 ein Klacks. Die Gäste genießen die frische Seeluft und das abwechslungsreiche Bordleben. Fast täglich gibt es eine Kunstauktion im Wintergarten. Wir gucken uns das bunte Treiben an. Es wird aber auch freilich gekauft. So kommen wir langsam aber sicher dem Ziel und Höhepunkt dieser Transatlantik Kreuzfahrt immer näher. New York!
Am Tag der Ankunft müssen wir bereits vor Sonnenaufgang aus den Federn. Bereits gegen halb fünf sind wird an Deck. Und mit uns zahlreiche andere Kreuzfahrer. Die Ankunft in New York will sicherlich niemand versäumen. Und dann ist soweit. Vor uns taucht die Verrazano-Narrows Bridge aus der Dunkelheit auf. Auf zwei Fahrbahnen überqueren Autos den Hudson River. Der Verkehr hält sich noch in Grenzen. Ob wird unterhalb durchfahren können? Nur einige Meter trennen den Schlot der Queen Mary von der Brücke. Ein Raunen geht durch die Menge an Bord. Und dann liegen die Lichter New Yorks vor uns. Auf der linken Seite erkennen wir die Freiheitsstatue während die Queen Mary 2 sich langsam dem Ankerplatz in Brooklyn nähert. Was für ein Erlebnis. Noch ein letztes Frühstück und dann heißt es Adieu Queen Mary 2. Uns erwarten noch zwei erlebnisreiche Tage im Big Apple. Dann geht es mit dem Flieger zurück nach Hause. Wie entspannt so eine Überfahrt doch sein kann.
Heino Tegeler