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Traktoren: Die Geschichte des Traktors

Autor: plopper | Erstellt am: 26.01.2010 | Gelesen: 7408
Kategorie: Auto - Motor & Verkehr | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Erfahren Sie alles über die Geschickte des Traktors

Entwicklung des Traktors
Entwicklung des Traktors

Die ersten Schritte der Traktorenentwicklung

Im 16. und 17. Jahrhundert wurden in Deutschland zur Bearbeitung der Felder und Weiden vor allem Pferde und Ochsen genutzt, mit denen die schweren Bodenbearbeitungsgeräte gezogen werden konnten. Mit der Entwicklung der Dampfmaschine von James Watt im Jahr 1784 bahnte sich jedoch eine Revolution in der Landwirtschaft an.

Ebenso wie bei der Entwicklung der Eisenbahn spielte auch bei der Entwicklung von Traktoren die Dampfmaschine eine entscheidende Rolle. Allerdings konnte erst 27 Jahre nach der Erfindung der Dampfmaschine das erste von Dampf betriebene Tevithick eingesetzt werden. Da die Handhabung dieser Maschinen sehr aufwändig war, zeigten die Bauern in der damaligen Zeit jedoch noch wenig Interessen an diesem ersten Traktor. Dies änderte sich aber um 1830, als die Entwicklung weiter fortgeschritten war und sich somit auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen verbesserten.

Die Einsatzgebiete der ersten Dampfmaschinen in der Landwirtschaft wurden vornehmlich zum Dreschen von Getreide verwendet. Allerdings warfen diese Maschinen zu Beginn noch zahlreiche Funken, was nicht selten zu großen Bränden und somit zum Verlust der gesamten Ernte führte.

In den ersten Jahren waren es vor allem die Briten, die die Entwicklung der dampfbetriebenen Landmaschinen weiter vorantrieben. Durch die Forderung Abraham Lincolns nach mehr Dampfmaschinen wurden immer mehr Unternehmen mit der Entwicklung betraut. Konnten die ersten dampfbetriebenen Landmaschinen nur im stehenden Einsatz verwendet werden, baute ein Kanadier 1853 die erste fahrbare Dampfmaschine, was als Geburtsstunde des Traktors bezeichnet werden kann.

Die Entwicklung des Verbrennungsmotors

Aufgrund der sehr aufwändigen Betreuung von Dampfmaschinen sowie der sehr hohen Kosten hierfür (die ersten Traktoren kosteten um 5.000 US-Dollar, was damals dem Preis einer ganzen Farm bedeutete), stiegen Hersteller von Traktoren sehr schnell auf Verbrennungsmotoren um. Wurden zu Beginn noch Petroleum- und Benzinmotoren eingesetzt, wurden schon bald wesentlich robustere Dieselmotoren eingesetzt. Die Hersteller der ehemaligen Dampftraktoren, wie beispielsweise das sehr bekannte Unternehmen Lanz aus Mannheim, stellten nun auch Dieseltraktoren her und behaupteten somit ihrer Marktführerschaft. Nach wie vor waren jedoch noch immer Hersteller aus England Marktführer, besonders bekannt waren Marken wie Fowler und Marshall.

In den ersten Jahren der Mechanisierung kamen meist nur einzelne, universell verwendbare Motoren zum Einsatz. Diese Stationärmotore wurden direkt auf das Fahrgestell montiert und waren so für mehrere Fahrzeuge nutzbar. Die Motoren dienten damit als Kraftquelle für Pumpen, Sägen und Dreschkästen. Da die Motoren jedoch noch immer sehr schwer waren, benötigten die Landwirte für den Transport von einer zur anderen Maschine meist ein Pferd, was sehr aufwändig war.

Die ersten motorbetriebenen Traktoren

In den Folgejahren wurden bereits Traktoren entwickelt, die den heutigen Zugmaschinen bereits stark ähnelten. Neben dem eigentlichen Motor wurde jetzt auch das Fahrzeug selbst entwickelt. Der grundsätzliche Aufbau, bei dem ein kleineres Vorderrad sowie ein größeres Hinterrad verwendet werden, ist dabei bei den verschiedenen Herstellern sehr ähnlich. Lediglich im Aufbau des Motors gab und gibt es noch einige Unterschiede. So nutzten einige Hersteller nach wie vor die bereits benannten Petroleum- und Benzinmotoren, die im Vergleich zu den aus dem Autobau bekannten Motoren deutlich mehr Hubraum und eine geringere Drehzahl aufwiesen, setzten andere Hersteller hingegen auf Glühkopfmotoren. Diese wurden beispielsweise von der Firma Lanz eingesetzt. Wieder andere Hersteller nutzten schon früh den Dieselmotor für die Fertigung ihrer Traktoren. Dieser Dieselmotor konnte sich in erster Linie aufgrund seiner Robustheit sowie der Langlebigkeit im Traktorenbau bis heute durchsetzen.

Traktoren heute

Heute sind Traktoren aus der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Sie sind hier als universell einsetzbare Zugmaschinen tätig, die neben der Landwirtschaft auch in der Forstwirtschaft, in Kommunalbetrieben sowie im Bauwesen eingesetzt werden können. Im norddeutschen Raum wird der Traktor häufig als Trecker bezeichnet, in Süddeutschland hingegen ist der Begriff Bulldog weit verbreitet.

Traktoren werden heute vor allem als Zuggeräte für Anhänger und verschiedene Feldgeräte genutzt. Die Verbindung des Traktors mit dem jeweiligen Gerät erfolgt dabei über eine Anhängerkupplung, die Dreipunkthydraulik oder eine Ackerschiene. Als Zugfahrzeug kann der Traktor neben einem Anhänger auch Packer, Walzen, Wieseneggen und andere defekte Fahrzeuge ziehen.

Traktoren zeichnen sich heute neben ihrer großen Kraft auch durch Geländegängigkeit aus. Um diese zu erreichen, werden die Traktoren mit einem Allradantrieb ausgestattet, weiterhin besitzen die Räder ein grobstolliges Profil, welches das Fahren auf Feldern und in Wäldern auch bei widrigen Witterungsbedingungen ermöglicht.

Neben dem Einsatz des Traktors als Zugmaschinen kann er weiterhin zahlreiche Maschinen über den Nebenantrieb antreiben. Zum Einsatz kommt dabei entweder die eingebaute Hydraulikanlage oder aber der elektrische Stromeinsatz. Zu den Landmaschinen, die von einem Traktor sowohl angezogen als auch hydraulisch betrieben werden, gehören beispielsweise Kartoffelroder, Kreiselmäher und Schneefräsen. Daneben ist es dem Traktor aber auch möglich, verschiedene Geräte im Stand zu betreiben, so zum Beispiel eine Wasserpumpe, eine Melkmaschine oder einen Häcksler
 
 
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