Es ist bisweilen eine Qual mit dem Stuhl.
Mit dem Stuhlgang, um konkreter und exakter zu werden, ähnlich wie die weit verbreitete Insomnia, also die Schlafstörung handelt es sich bei Verdauungsproblemen, sei es die
Obstipation, also die Verstopfung, oder ihr Gegenteil, der Durchfall, um eine Zivilisationskrankheit, die sehr häufig durch einen falschen Lebenswandel begünstigt wird. Dabei wissen wir doch aus der Wissenschaft viel mehr über gesunde Ernährung und gesunden Lebenswandel als noch unsere Großeltern und deren Vorfahren, dennoch treten Verdauungsprobleme in einer signifikanten Häufigkeit in Deutschland auf (lt. Statistik sind in etwa 30% der Deutschen mit der Verstopfung vertraut und leiden, mal mehr, mal weniger intensiv, unter ihr).
Sicherlich ist es wichtig, insbesondere bei anhaltender Verstopfung, die nicht aufgrund von veränderten Lebensumständen einsetzt, einen Facharzt zu befragen und organische Ursachen auszuschließen. Doch in vielen Fällen fehlt es in der Ernährung einfach an Disziplin (was die Regelmäßigkeit, was die Ruhe dabei, das Kauen, die Flüssigkeitszunahme angeht), es mangelt an vollwertiger Ernährung, die dem Magen und Darm ausreichend Arbeit gibt, dabei können bereits kleine Mengen Leinsamen morgens ausreichen, den Bedarf an Ballaststoffen – das sind unverdauliche Pflanzenteile, die jedoch für den Darm elementar wichtig sind, um diesen in Bewegung zu bringen und zu halten) – zu decken, auch Vollkornbrot, Gemüse in Form von Rohkost, Obst, Wasser oder Tees helfen sanft und ohne Chemie der Verdauung auf die Sprünge.
Und nicht zuletzt kann ein Klistier zur
Darmreinigung helfen, den Darm zu spülen und von Resten zu befreien, eine Therapie, die früher sehr viel häufiger zum Einsatz kam, als der Mensch noch nicht auf eine Vielzahl an pharmazeutischen Hilfsmitteln zurückgreifen konnte, um einen trägen Darm zu mobilisieren und aktivieren.