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Traditionelle Heilpflanzen im eigenen Garten

Autor: Heiko | Erstellt am: 20.03.2010 | Gelesen: 890
Kategorie: Haus - Garten & Heimwerk | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Jahrtausende altes Wissen trifft auf moderne Wissenschaft.

Früchte von Aronia melanocarpa
Früchte von Aronia melanocarpa
Der anhaltende Trend Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in der westlichen Welt zu verwenden, hat dazu geführt, dass sich immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen mit den Inhaltsstoffen traditioneller Heilpflanzen auseinandersetzen.

Jiaogulan ist seit einigen Jahren sprichwörtlich in aller Munde. Als 'Chinas Kraut der Unsterblichkeit' hat es seinen Siegeszug über Japan in die USA und von dort nach Europa angetreten. Forscher von der Medizinischen Hochschule in Guiyang belegen, das Jiaogulan cholesterinsenkend und immunstärkend wirkt. Es verbessert die Herz-Kreislauf-Funktion und hat einen positiven Einfluss auf erhöhten Blutdruck. Ausserdem besitzt Jiaogulan antioxadative Eigenschaften.

Jiaogulan ist in den gemäßigten Zonen Asiens wild anzutreffen und wird von der dort lebenden Bevölkerung vorzugsweise als Tee eingenommen. Diesen täglich getrunken führt zu einer erstaunlichen Gesundheit bis ins hohe Alter. Auch bei uns ist diese Pflanze im Garten zu halten und mit ein wenig Pflege kann man sich seinen eigenen 'Tee der Unsterblichkeit' zubereiten. Ein Plätzchen im Halbschatten, vorzugsweise unter Laubgehölzen und eine Kompostgabe im Frühling lassen Gynostemma pentaphyllum, wie die Pflanze botanisch heißt, bald einen dichten Teppich bilden.

Ein weiteres Beispiel uralten Pflanzenwissens, welches hinsichtlich seiner Wirkweise wissenschaftlich belegt wurde, ist Aronia melanocarpa. Dieses Rosengewächs ist in Nordamerika heimisch und  wird von einigen Indianernstämmen seit Jahrhunderten genutzt. Die Beeren der schwarzen Apfelbeere, wie sie auch genannt wird, enthalten einen hohen Anteil an Antioxydantien, wie das Ernährungswissenschaftliche Institut der Uni Potsdam feststellte. Der Gehalt an Anthocyanen ist fünf Mal höher als in anderen Beerenfrüchten. Durch diese Eigenschaft verdankt es die Pflanze, dass sie in Russland in Plantagen angebaut und industriell zu Saft verarbeitet wird. Mittlerweile sind einige Züchtungen der Wildform entstanden, die auf den Ertrag und Geschmack der Früchte abziehlen.

Botanisch heißt sie Aronia melanocarpa, was 'mit schwarzen Früchten' bedeutet. Auch in unseren Gärten wächst und gedeiht diese robuste Pflanze. Sie ist recht anspruchslos, wächst im Halbschatten und wie auch in der Sonne, braucht für das Gedeihen einen normalen Gartenboden, kommt mit Phasen von Trockenheit und kurzzeitigen Überschwemmungen zurecht. Eigentlich nimmt sie keinen Kulturfehler übel. Bereits im dritten Standjahr ist mit einer Ernte zu rechnen. Aus den Früchten kann man Saft einkochen, Gelees und Marmeladen zubereiten. Der Geschmack ist eher herb, wie bei Wildobst zu erwarten. Süßere Früchte bieten die Sorten 'Hygin' und 'Viking'.
 
 
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