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Trachtenlederhose für Mann und Frau

Autor: HorstWinkler | Erstellt am: 22.02.2009 | Gelesen: 4718
Kategorie: Lifestyle - Mode & Schmuck | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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Die Trachtenlederhose
Die Trachtenlederhose
Nappa-, Velours-, Napponia- und Spaltleder, Blank-, Nubuk-, Anilin- und Semianilinleder - die Vielfalt der Arten und Qualitäten ist beträchtlich und lässt ahnen, dass es vom Rind, Hirsch oder Wildbock bis zur Trachtenlederhose ein weiter Weg ist...

Doch dieser Weg wurde schon über Generationen hinweg beschritten, so dass die fertige Trachtenlederhose auch heute noch mit Fug und Recht als Erzeugnis altehrwürdiger Handwerkskunst aus einem Naturprodukt bezeichnet werden darf. Als solches gleicht kein Stück Leder dem anderen, selbst dann nicht, wenn es von nur einer Tiergattung stammt. Von den genannten "Spendertieren" zählt das Leder des Wildbocks zu den meist gefragten Lederarten für den Trachtenbereich, da es Strapazierfähigkeit mit Geschmeidigkeit ideal verbindet.

Wie sich das Leder anfühlt, ob die spezifische Struktur erkennbar bleibt, hängt allein von den jeweiligen Verarbeitungstechniken der Gerber und deren Gespür für das organische Ausgangsmaterial ab. Überlieferung und Erfahrung sind hier noch gefragt, will man sich nicht mit Billigprodukten abledern lassen. Um in den Genuss der Vorzüge einer qualitativ hochwertigen Trachtenlederhose zu kommen, geht es der Tierhaut erst einmal ans Leder. Es wird zunächst grob gereinigt, auch Weichen genannt. Es folgt das Entfleischen und anschließend das Äschern der Häute, bei dem die Haare vollständig entfernt werden. Jetzt erst startet die erste Veredelungsphase durch Beizen, Pickeln und Gerben.

Die letzten Arbeitsschritte umfassen das Abwelken (Entwässern), Trocknen und Walken (eine Art kräftige Massage) des Leders, nach deren Abschluss man ein gereinigtes, angenehm weiches Stück Leder in den Händen hält. Damit dieses als fesche Trachtenlederhose schließlich an die Beine seines zukünftigen Besitzers kommt, übernimmt einer der wenigen Hersteller von Trachtenmode die abschließende Fertigung. Hier werden in der Regel vor allem Lederpartien in Anilin- oder Semianilin-Färbung verarbeitet, was das Leder, je nach Pigmentanteilen, schützt, ohne dessen Struktur vollständig zu überdecken. Der Rolls-Royce unter den Lederqualitäten ist das Nubukleder mit weicher Oberfläche und samtartigem Schliff.

Horst Winkler
www.trachten-dirndl-shop.de
 
 
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