Nun wo die Zeit wieder gekommen ist, in der die Sonne immer stärker wird und sich der Schnee langsam zurückzieht, sich die Blumen langsam aus der Erde räkeln und die Vögel die Luft mit zwitschern erhellen wagt sich auch der Homosapiens langsam wieder aus seinem vertrauten Heim und beginnt seine Freizeit in der Natur zu verbringen. Bei mir und meinen Freunden kam dabei die Idee auf in die Berge zu fahren. Wandern war uns allerdings zu langweilig und ereignislos und so beschlossen wir das Hobby meines Großvaters auszuprobieren: Törggelen. Eigentlich ist Törggelen für die Jahreszeit des Herbstes vorgesehen jedoch fanden wir nach kurzer Recherche heraus das auch in der jüngsten Jahreszeit zahlreiche Gasthöfe zum Törggelen laden.
Der Ablauf unseres Törggelens war wie folgt: Wir fuhren mit dem Auto in Richtung Südtirol und parkten es unweit einiger Gasthäuser und Weinbauern. Dann begann der Spass. In insgesamt 8 verschiedenen Gasthäusern und Winzereien ließen wir uns zu einer gemütlichen Pause nieder. Zu ausgezeichnetem Wein wurden uns die vom Herbst übrig geblieben Kastanien sowie weitere Südtiroler Köstlichkeiten gereicht. Die Übernachtung hatten wir nicht geplant aber die Gastfreundschaft der Weinbauern war so überwältigend das wir nach seinem Angebot, auf seinem Hof zu übernachten, nicht absagen konnten und zu einem wirklichen Spottpreis eine regelrechte Halbpension genossen. Beim Frühstück mit lockerem Gespräch mit dem Weinbauer erfuhren wir das beinahe alle Bauern der Umgebung in einem
Weinclub Mitglied sind und sich so ständig miteinander austauschen können. So vermeiden Sie Fehlinvestitionen und können planen mit wieviel Umsatz sie im nächsten Jahr rechnen können.
Zusammenfassend hatten wir neben einer guten Zeit auchnoch viele Informationen zum Beruf des Weinbauerns gelernt. Zusammenfassend bleibt zu sagen dass wir das alte Hobby meines Großvaters auf jeden Fall weiter fortführen werden. Das nächste Mal werden wir jedoch den Fehler nicht noch einmal machen und den Trip im Herbst veranschlagen. So erhoffen wir uns ein noch größeres Angebot an Gasthöfen und Winzereien vorzufinden.
Frank Braun