Artikel-Recherche: Titel Beschreibung   Erweiterte Suche

Tipps zur Absicherung von Windows PCs

Autor: RalphLehmann | Erstellt am: 20.03.2011 | Gelesen: 512
Kategorie: IT - Hardware & Software | Bewertung: Unbewertet
PDF Erstellen PDF Erstellen | Drucken Drucken | An Freund Senden Versenden

(Online-Artikel.de) - Dieser Artikel geht davon aus, dass sie sich bereits für einen Windows PC entschieden haben

Ralph Lehmann . IT-Dienstleistungen . Leipzig
Ralph Lehmann . IT-Dienstleistungen . Leipzig
Vorbemerkung:
Dieser Artikel geht davon aus, dass sie sich bereits für einen Windows PC entschieden haben (aus welchen Gründen auch immer). Unterschiede zwischen den Sicherheitsarchitekturen von Microsoft Windows, Linux, MacOS X, etc. werden nicht diskutiert.
  1. Auf dem Computer sollten nur die tatsächlich benötigten Softwarepakete installiert sein.
  2. Halten Sie die auf dem Computer installierte Software aktuell.
  3. Beziehen Sie neue Software nur aus vertrauenswürdigen Quellen.
  4. Benutzen Sie ein eingeschränktes Konto
  5. Verwenden Sie die eingebaute Firewall
  6. Verwenden Sie einen Virenscanner als zusätzliche Sicherheitsschicht

1. Auf dem Computer sollten nur die tatsächlich benötigten Softwarepakete installiert sein

Zwecks Absicherung Ihres Computers sollten Sie zuerst dafür sorgen, dass dieser lediglich die von Ihnen tatsächlich benötigte Software enthält. Jedes Programm, das unnötigerweise auf Ihrem Computer installiert ist, stellt eine potentielle Sicherheitslücke dar. Es ist deshalb wichtig, dass sie entweder die von Ihnen nicht benötigte Software vom Computer deinstallieren, oder aber das Betriebssystem und die von Ihnen tatsächlich benötigten Programme von Hand und sauber neu installieren.

Leider werden die meisten heute verkauften Computer mit vorkonfiguriertem Betriebssystem mit einer Vielzahl von Softwarepaketen ausgeliefert, die Sie tatsächlich niemals benötigen werden. In den meisten Fällen dürfte die Entfernung der von Ihnen nicht benötigten Software einen erheblichen Zeitaufwand verursachen. Deshalb ist es oft die bessere Lösung, den PC von Grund auf und an Hand der eigenen Bedürfnisse selbst neu zu installieren.

Am besten verwenden Sie zur Installation des Betriebssystems statt der vom Computerhersteller mitgelieferten Wiederherstellungs-CD/DVD eine Original Windows CD bzw. DVD entsprechend der von Ihnen erworbenen Edition. Benutzen Sie die Medien des Computerherstellers lediglich zur Installation der benötigten Gerätetreiber. So können Sie vermeiden, dass die zahlreichen Test- und Demo- Softwareversionen installiert werden, welche lediglich der Quersubventionierung des Computerherstellers dienlich sind.

Als Lohn ihrer Bemühungen erhalten Sie ein schlankes, übersichtliches und in den meisten Fällen deutlich schnelleres System.

2. Halten Sie die auf dem Computer installierte Software aktuell

Während der Installation von Microsoft Windows werden sie normalerweise gefragt, ob sie das Betriebssystem automatisch auf dem aktuellen Stand halten wollen. Falls Sie diese Frage mit ja antworten, bedeutet das allerdings nicht, dass sämtliche Anwendungen von Microsoft automatisch aktualisiert werden. Hierfür ist die Aktivierung von Microsoft Update erforderlich, und diese müssen Sie manuell durchführen. Bei dieser Gelegenheit sollten sie auch gleich festlegen, dass neben den sicherheitsrelevanten Updates von Microsoft die so genannten empfohlenen Updates ebenfalls installiert werden.

Bitte beachten Sie, dass sich Microsoft um die Anwendungen von Drittherstellern in der Regel nicht kümmert. Zwar bringen einige dieser Anwendungen (etwa von Adobe oder Google) ihren eigenen Update-Mechanismus mit, andere jedoch müssen Sie manuell auf dem aktuellen Stand halten.

Es ist deshalb keine schlechte Idee, sich der Dienste von Werkzeugen zu bedienen, die sämtliche installierten Softwarepakete auf dem PC im Auge behalten. Als Beispiel sei an dieser Stelle das Überprüfungswerkzeug genannt, dass im Sicherheitsbereich von Heise online kostenlos verfügbar ist.

3. Beziehen Sie neue Software nur aus vertrauenswürdigen Quellen

Wenn Sie im stationären Handel ein Softwarepaket erwerben, können Sie normalerweise davon ausgehen, dass dieses keinen schädlichen Programmcode enthält. Ebenso können Sie den Datenträgern vertrauen, die Sie beim Kauf einer renommierten Computerzeitschrift erhalten.

Sollten Sie Ihre Software online beziehen, ist etwas mehr Vorsicht angebracht. Achten Sie darauf, nur Programme zu installieren, die sie von bekannten Plattformen wie etwa Heise online, Chip, PC Welt usw. bezogen haben. Installieren Sie dagegen niemals Software, die Ihnen zum Beispiel ungefragt per E-Mail angeboten worden ist.

4. Benutzen Sie ein eingeschränktes Konto

Verwenden Sie für die tägliche Arbeit ein Benutzerkonto, das nicht zur Installation von Software berechtigt ist und keine Änderungen am System durchführen darf. So können Sie vermeiden, dass zum Beispiel durch einen unbedachten Klick auf einer dubiosen Website Ihr Computer mit Schadsoftware verseucht wird.

Ziehen Sie in Betracht, die Ausführung von Software mittels Systemrichtlinien weiter einzuschränken. Verbieten Sie zum Beispiel die Ausführung von Programmen, die nicht im Windows Verzeichnis oder im Programmverzeichnis liegen. Die Ausführung von unerwünschter Software lässt sich so in der Praxis fast 100-prozentig ausschließen.

5. Verwenden Sie die eingebaute Firewall

Seit Windows XP liefert Microsoft einen eingebauten Paketfilter mit. Die Windows Firewall funktioniert sehr zuverlässig und drängt sich nicht in den Vordergrund. Sie ist deshalb sehr gut geeignet, um ihren sauberen Computer sauber zu halten.

Gelegentlich wird kritisiert, dass die Windows Firewall nicht in der Lage sei, einen bereits kompromittieren Computer davor zu bewahren, unkontrolliert Daten ins Internet zu versenden. Hierzu sei gesagt, dass diese Aussage zum einen seit dem Erscheinen von Windows Vista grundsätzlich nicht mehr richtig ist. Viel wichtiger ist jedoch, dass der auf einem kompromittieren PC laufenden Sicherheitssoftware ohnehin nicht mehr vertraut werden kann. Die Unterbindung des ungewollten Versands von Daten in Richtung Internet kann deshalb prinzipiell nicht zuverlässig funktionieren.

Es erscheint außerdem zweifelhaft, ob die unablässige Meldung von vermeintlichen Angriffen aus dem Internet (wie sie bei zahlreichen Drittanbieter-Produkten gängige Praxis ist) für die Absicherung eines Windows PCs tatsächlich hilfreich ist.

6. Verwenden Sie einen Virenscanner als zusätzliche Sicherheitsschicht

Theoretisch können Sie auf den Einsatz eines Virenscanners bei Beachtung der vorherigen Abschnitte verzichten. Allerdings zeigt sich in der Praxis, dass jedes Sicherheitskonzept Lücken haben kann und auch ein umsichtig handelnder Computerbenutzer gelegentlich Fehler machen wird. Die Installation eines guten Programms zur Abwehr schädlicher Software ist deshalb in der Regel keine schlechte Idee.

Bedenken Sie außerdem, dass sie im Schadensfall von einem Richter gefragt werden könnten, ob sie alles in ihrer Macht stehende getan haben, um Ihren Rechner nach den Regeln der Technik abzusichern.

Der Artikel kann das Thema Sicherheit von Windows PCs nur anreißen. Weitere Informationen finden Sie auf Ralph-Lehmann.de

Ralph Lehmann

 
 
Geno Sponsoring
Social Bookmark

Artikel Bewerten:  Schlecht Artikel ist Schlecht 1 2 3 4 5 Artikel ist Sehr Gut Sehr Gut  
Zuletzt gelesene Artikel in der Kategorie IT - Hardware & Software:
Adyton Systems für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet
Software für den Austausch sensibler Dateien kostenfrei erhältlich
BYOD: Handys von Mitarbeitern in der Firma willkommen
Häufig noch keine klare Client-Strategie für mobile Arbeitsplätze
mailingtage: PORTICA zeigt effektive Lösungen für Kundendialog
Visual Planning 5.1 zielt auf KMU
IT-Dienstleister BREKOM empfiehlt Next Generation Firewalls
legodo mit Thesen zur Entwicklung des Customer Communication Managements

comment Kommentare von Besucher !

Noch kein Kommentar zu Artikel “Tipps zur Absicherung von Windows PCs”







Top | rss   
Designed by A2D Webdesign Agentur | Media-Netzwerk: MyPress World | MyPress DE | MyPress CH | MyPress AT | Online Article
OA-Services: Online PR-Blog | Webreporter | Know-How | Jobs & Stellenanzeigen | Presseportal | News | Branchenbuch

Copyright 2008 © Art2Digital InterMedia Solutions | ICRAchecked | Creative Commons License.