Tierabwehrspray oder Pfefferspray enthalten einen Reizstoff, dessen Wirkstoff Oleoresin Capsicum (OC) gegen alle Säugetiere wirkt. Der Wirkstoff Oleoresin cassicum wird aus Chilipflanzen gewonnen und ist damit urspünglich natürlicher Art. Der Name Pfefferspray kommt von dem Englischen Wort „Pepper" sowie von der Schärfe der Pflanzen mit der man das Tierabwehrspray in Verbindung bringen kann.
Benutzt wird das Tierabwehrspray genauso wie eine handelsübliche Spraydose, die ihren Wirkstoff flüssig, als Gel oder als Schaum freigeben kann. Die Reichweite beträgt zwischen 1,5 bis 5 m. Wird ein aggressives Tier getroffen, kommt es zu einem brennen in den Augen, durch das Anschwellen der Schleimhäute schließt das Tier sofort die Augenlieder. Die Wirkung kann 5 bis 10 Minuten anhalten und klingt dann ohne Nebenwirkungen ab. Genügend Zeit also, die Gefahrenzone zu verlassen!
Im Versandhandel wird Pfefferspray als Tierabwehrspray gekennzeichnet und ist somit in Deutschland nicht dem Waffengesetz (WaffG) unterworfen. Es darf von jedermann erworben, besessen und geführt werden. Bei vielen Polizeibehörden ersetzt es sogar international mittlerweile fast völlig den Einsatz von CS-Gas, welches in seiner Wirkung weit unberechenbarer ist. Als Privatperson darf Tierabwehrspray - wie der Name schon sagt - nur gegen Tiere angewendet werden. Gegen Menschen ist ein Einsatz nur denkbar, wenn ein berechtigter Grund wie Notwehr oder Nothilfe besteht.
Besonders praktisch für Sportler sind übrigens die vielen erhätlichen Größen. Pfeffersprays sind für die Handtasche, mit Schlüsselanhänger oder sogar für die Hosentasche erhältlich. Damit stören die handlichen Sprays auch beim Sport keinesfalls - sind im Notfall aber immer zur Hand!
Dieter Haulk