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(Online-Artikel.de) - Wenn Menschen sich nicht verletzen lassen wollen, machen sie dicht. Sie lassen dann auch die schönen Gefühle nicht mehr so leicht zu.
Ralph-Dietmar Stief, Gesamtheitlicher Therapeut Zu diesen Menschen zählen aber aber auch häufig die sehr Realitätsbetonten und die, die sich nicht in die Karten schauen lassen möchten. Wie können wir diese Mitmenschen auf der Gefühlsebene erreichen? Manchmal hilft ein Schock, der sie so stark erschüttert, dass die Mauern einstürzen. Sonst bleibt uns nur der Weg, ihnen zunächst auf der rationalen Ebene zu begegnen, damit der Verstand erreicht wird, über den sich bei ihnen fast alles abspielt. Wir werden jetzt einmal beide Varianten in einer realistischen Story, in die sich jeder gut hineinversetzen kann, miteinander verbinden. > Lieber Mitmensch, stellen Sie sich jetzt bitte einmal folgende Situation vor:
Sie haben soeben eine fantastische Erfindung gemacht. Sie sind Ingenieur und haben die Technik erschaffen, die Ihrem Konzern, für den Sie arbeiten, eine führende Markrolle bringen wird. Die Studie darüber legen Sie Ihrem Chef vor. Sie freuen sich jetzt auf die grosse Anerkennung, die auf Sie wartet. Sie sehen sich bereits als Abteilungsleiter eines Ressorts des Konzerns. Sie erzählen zu Hause auch Ihrer Frau davon, die sich sehr mit Ihnen freut.
Einige Tage vergehen. Sie werden leicht ungeduldig. Ihr Chef lässt Sie im Unklaren. Sie fragen nach, erhalten aber nur den Hinweis, er habe im Moment Wichtigeres zu tun, als Ihre umfangreiche Studie zu lesen. Der grosse Durchbruch sei Ihnen bislang ja sowieso nie gelungen. Nun, wie fühlt sich diese Äusserung für Sie an? Bringen Sie Verständnis dafür auf? Sicher nicht viel.
Eine weitere Woche vergeht, und noch eine. Was fühlen Sie? Haben Sie noch Geduld? Entsteht Zorn? Werden Sie allmählich wütend? Brodelt es? Es vergehen weitere Tage. Platzt Ihnen jetzt der Kragen?
Ihre Frau möchte Sie trösten. Das aber ist jetzt das Letzte, was Sie entgegennehmen können. Sie rasten aus und schreien Ihre Frau an. Sie geht in die Offensive und hält Ihnen vor, dass es Ihnen doch stets nur um Ihren Job gehe und Sie ihr schon lange keine besondere Beachtung mehr schenken würden. Diese Vorhaltungen bringen Sie völlig in Rage. Sie drohen ihr Konsequenzen an. Nun droht sie mit Scheidung. Sie will ausziehen. Sie holt einen Koffer und wirft ihre wichtigsten Dinge hinein. Sie wollen sie davon abhalten. Sie aber macht weiter. Sie halten sie am Arm fest. Sie wehrt sich. Sie zerren Ihre Frau vom Koffer weg. Sie will sich losreissen. Ihnen geht die Sicherung durch. Sie schlagen zu. Ihre Frau stürzt und schlägt dabei schwer mit dem Kopf gegen die Wand. Ohnmächtig liegt sie am Boden.
Sie stehen einen Moment fassungslos und wie angewurzelt da. Dann beugen Sie sich über Ihre Frau. Sie blutet sehr stark und rührt sich nicht. Entsetzen packt Sie. Hoffentlich lebt sie, durchfährt es Sie. Sie lassen alles stehen und liegen und rufen einen Rettungswagen. Hilflos müssen Sie zusehen, wie Ihre Frau auf eine Trage gehoben und in den Krankenwagen geschoben wird. Wie gelähmt nehmen Sie neben ihr Platz. Die Sanitäter versuchen, Ihre Frau während der Fahrt zu beleben. Verzweifelt bemühen sie sich. Inzwischen sind Sie im Krankenhaus. Ihre Frau kommt sofort in den OP.
Sie warten. Was fühlen Sie jetzt? Jede Minute wird zu einer Ewigkeit. Sie haben das doch alles gar nicht gewollt. Immer wieder ist das Bild vor Ihren Augen, wie Ihre Frau stürzt und mit dem Kopf aufschlägt.....und jetzt bricht es aus Ihnen heraus. der Schmerz ist nicht mehr zurück zu halten. Tränen schiessen nur so heraus. Sie fallen auf die Knie. Sie beten laut. Sie bitten um alles in der Welt, Ihre Frau möge nicht sterben. Es zerreisst Sie.
Die OP-Tür geht auf. Wie ein Wunder hat Ihre Frau überlebt. Sie sacken in sich zusammen. In diesem Moment spüren Sie etwas, was Sie nicht beschreiben können. Eine unglaubliche Dankbarkeit übermannt Sie. Ein nie dagewesenes Gefühl überwältigt Sie. Ihre Erfindung ist längst vergessen. Sie ist unbedeutend geworden. Es ist, als wenn Sie selbst mit dem Kopf aufgeschlagen sind. Es geht ein ungeheurer Ruck in Ihnen vor. Tief erschüttert einerseits empfinden Sie nun plötzlich eine ungeheure Liebe zu Ihrer Frau. Sie beschliessen, ein neues Leben zu führen.<Eine extreme Situation führt oft im Leben zu Erschütterungen. Es gibt innere Zusammenhänge. Wer sich nicht in Gefühle von Liebe und Glück einfühlen kann, kommt aber über Emotionen der Angst oder des Entsetzens oft wieder in die verdrängten schönen Gefühle hinein. Jetzt ist der Weg auch wieder für Glücksgefühle frei, und Sie sollten nun vielleicht nochmals den 1. Artikel lesen und fühlen. An unserer Akademie für Gesamtheitliches Bewusstsein sind Sie herzlich willkommen. Lesen Sie unsere Webseite www.betra4.com
herzlichst Ralph-Dietmar Stief, Gesamtheitlicher Therapeut www.betra4.com
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