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Thermorollen, Kassenrollen und EC-Rollen - Formatangaben richtig interpretieren

Autor: thermorollen | Erstellt am: 29.12.2009 | Gelesen: 17586
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Welche Rolle passt in meine Kasse? Eine Anleitung über die Formatangaben von Thermorollen und Kassenrollen zur Vermeidung von Fehlkäufen und unwirtschaftlichem Einsatz.

Thermorollen 80 / 50m / 12
Thermorollen 80 / 50m / 12
Wer eine elektronische Registrierkasse, ein Kassensystem mit Bondruckern, ein Terminal für EC-Karten / Kreditkarten oder Automaten mit entsprechender Belegausgabe einsetzt, benötigt die für das jeweilige Gerät geeigneten Bonrollen / Thermorollen, sog. Kassenrollen oder EC-Rollen.

Hierbei gilt es zunächst zu wissen, ob der interne Gerätedrucker bzw. der als Peripheriegerät angeschlossene Belegdrucker Rollen aus Normalpapier oder Thermopapier-Rollen benötigt. Bei falscher Auswahl wird entweder gar kein Druckbild erzeugt (bei Einsatz von Normalpapier in Thermodruckern) oder es wird andersherum mehr oder weniger mechanisch auf ein nicht dafür vorgesehenes, thermosensitiv beschichtetes Papier geschrieben (bei Einsatz von Thermopapier in Tintenstrahldruckern, Nadeldruckern oder Typenraddruckern).

Welche Papierart die richtige ist, lässt sich häufig schon an der Modelbezeichnung des Geräts ablesen. Während der Zusatz „Thermo" selbsterklärend auf Thermorollen verweist, lassen andere Bezeichnungen, wie z.B. „Impact" oder „Ink" erkennen, dass Normalpapier zu verwenden ist. Benötigt das Gerät Farbwalzen, Farbbänder, Farbband-Kassetten oder Tintenpatronen ist ebenfalls Normalpapier einzusetzen.

Nach Feststellung der Papiersorte ist es zudem zwingend erforderlich, die Abmessungen - das Format - der Bonrollen zu kennen, die für das betreffenden Gerät geeignet sind. Nicht kompatible Formate verhindern im Regelfall den Einsatz der Kasse bzw. des Belegdruckers.

Besondere Wichtigkeit kommt der Rollenbreite zu, die in aller Regel als erster Wert des Gesamtformats angeführt wird. Eine zu breite Rolle lässt sich von vornherein nicht einsetzen. Eine zu schmale Bonrolle bzw. Thermorolle fände zwar ausreichend Platz im Gerät, ließe sich aber nicht korrekt arretieren und wäre mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht auf die Treibervorgaben des Druckers abgestimmt. Erfolgt keine Angabe der Maßeinheit, ist die Rollenbreite in Millimetern angeben.

Weiteres elementares Element der Formatangabe ist der Rollendurchmesser (der zweite Wert des Gesamtformats), der in unmittelbarer Wechselbeziehung mit der Größe des Rollenkernes und der Lauflänge des Papiers steht. Und an dieser Stelle ist besondere Aufmerksamkeit geboten, da anstelle des Rollendurchmessers nicht selten die Lauflänge angegeben wird. Als Grundregel gilt daher: Erfolgt keine Angabe der Maßeinheit, ist der zweite Wert des Rollenformats als Durchmesser in mm anzunehmen. Wird hingegen der zweiten Ziffer des Rollenformats eine Maßeinheit, z.B. Meter, beigestellt, ist von der Angabe der Lauflänge auszugehen. Entsprechend der Rollenbreite sorgt auch hier ein zu großer Durchmesser dafür, dass die Rolle nicht in das Gerät hineinpasst. Eine Papierrolle mit geringerem Durchmesser (als bauartbedingt möglich) ist jedoch problemlos einsetzbar, häufig aber unwirtschaftlich. Nicht nur, dass häufigere Rollenwechsel erfolgen müssen, vielmehr ist der laufende Meter einer möglichst großen Rolle deutlich preiswerter, als ein Meter Papier einer sehr kurzen Rolle.

Die dritte Ziffer des Gesamtformats ist der weniger relevante Innendurchmesser des Rollenkerns (eine Hülse aus Pappe oder Kunststoff), der bei handelsüblichen Kassen und POS-Terminals meistens 12 mm, seltener auch 17,5 mm beträgt und nur bei bestimmten Automaten und Kioskdruckern deutlich größere Durchmesser aufweist.

Die klassische Formatnorm

Die Angabe des Formats einer Bonrolle / Thermorolle im klassischen Sinne ist somit wie folgt normiert:

Rollenbreite / Rollendurchmesser / Kerninnendurchmesser" oder auch „Rollenbreite x Rollendurchmesser x Kerninnendurchmesser" wobei die nicht angegebene Maßeinheit aller drei Werte Millimeter ist!

Die alternative Formatnorm

Wird anstelle des Rollendurchmessers die Lauflänge angegeben wird die Formatangabe einer Thermorolle / Kassenrolle wie folgt abgewandelt:

Rollenbreite / Lauflänge[Maßeinheit] / Kerninnendurchmesser" oder auch „Rollenbreite x Lauflänge[Maßeinheit] x Kerninnendurchmesser"
 
Die abweichende Maßeinheit (i.d.R. Meter) wird hier also zu eindeutigen Kennzeichnung angeführt.

Zwei Beispiele
Die häufig verwendeten Thermokassenrollen mit einer Breite von 80 mm, einem Durchmesser von 63 mm und einem Innenkern von 12 mm wird in der klassischen Form als „Thermorollen 80 / 63 / 12" bzw. „Thermorollen 80 x 63 x 12" deklariert. Bei alternativer Verwendung der Lauflänge werden ebendiese Bonrollen wiederum als „Thermorollen 80 / 50m / 12" bzw. „Thermorollen 80 x 50m x 12" bezeichnet.

Aus der Bezeichnung „Thermorollen 80 / 80 / 12" in Kombination mit der Bezeichnung „Thermorollen 80 / 80m / 12" kann man nun ablesen, dass der Wert für den Rollendurchmesser in Millimetern und der Wert für die Lauflänge in Metern in beiden Fällen „80" beträgt. Da diese Rolle im Geschäftsalltag sehr häufig zum Einsatz kommt, hat sich vielerorts die verkürzte Bezeichnung Thermorollen 80x80 durchgesetzt.

Im Zweifelsfalle hilft Ihnen mit Sicherheit Ihr Kassenhändler, Ihr Servicetechniker bzw. Ihr Rollenlieferant bei der Auswahl der für Ihren Belegdrucker in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht am besten geeigneten Kassenrolle, Thermorolle oder EC-Rolle gern weiter.
 
Author: Udo Rehm
 
 
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