Texas Holdem
Am 25. April hatte die diesjährige WPT World Championchip ihr Ende. Eine Woche lang spielten insgesamt 338 Spieler in Bellagio um den beträchtlichen Preispool, der am Final Table lockte. Der Preispool lag dieses Jahr bei satten 8 Millionen Dollar und um eine Chance darauf zu haben, mussten die Spieler 30.000 Dollar Buy-In zahlen. Kein Wunder also, dass der Gewinnertitel der WPT World Championchip zu den begehrtesten der Pokerszene gehört. Immerhin 1,53 Millionen nahm der Gewinner dieses Jahr mit nach Hause: David Anthony Williams ist sein Name. Der 29. Jährige Texaner aus Arlington ließ 337 andere Spieler hinter sich und holte sich den Titel.
Williams studierten in Dallas Volkswirtschaft und erarbeitete sich nach und nach einen Namen in der Pokerwelt. Als Autodidakt erlernte er No Limit Hold'em und 2004 wurde er zweiter bei der World Series 2004. Zum MainEvent war er durch den Gewinn eines online-Poker-Turniers gekommen und war plötzlich – mit 23 Jahren – der absolute Newcomer der Veranstaltung. Danach ging es Weiter bei der WPT Borgata Open, wo er erneut den zweiten Platz erzockte. Inzwischen im Team Bodog aufgenommen hatte er sich in der Szene etabliert und konnte viele weitere Gewinne in den darauf folgenden Jahren verbuchen.
Die WPT World Championchip zu gewinnen ist bisher bei weitem sein größter Erfolg. Im Heads Up stieß Williams auf Eric Baldwin. Dieser ließ seine Chips bei Williams, nachdem er mit einer Ass-Fünf-Kombination Alli-In ging. Williams callte mit einem Zweipaar. Der Flop machte Baldwins Ass zum Zwilling, aber schon der Turn brachte Williams die dritte Zwei. Mit dem zweiten Platz konnte Baldwin aber auch zufrieden sein; er gewann eine gute Millionen Dollar. Mit den beiden Finalisten saßen am Final Table zunächst Shawn Buchanan, David Benyamine, Billy Baxter und John O'Shea. In dieser Reihenfolge verteilten sich an diese Spieler auch die Plätze zwei bis sechs.
Da er auch bei der WSOP erwartet wird, werden dort wohl einige Augen auf dem Texaner ruhen. In einigen Kreisen wird er als Favorit gesehen.
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Franziska Steiner