Vergleich Private Krankenversicherung Selbständige Freiberufler
KV Wahl für Selbständige und Freiberufler: Gesetzliche Krankenkasse (GKV) oder Private Krankenversicherung (PKV)
Sowohl die gesetzliche Krankenkasse (GKV) als auch die
private Krankenversicherung für Selbständige und
Freiberufler weisen sowohl Vorteile als auch Nachteile auf. Je nach Einkommenssituation und persönlichen Bedürfnissen, ist die freie Wahl der Krankenkasse den Freiberuflern und
Selbständigen offen gestellt. Das heißt, sie können ohne Voraussetzungen oder Gehaltsnachweise sowohl eine
PKV als auch eine
GKV abschliessen. Diese freie Wahl geniessen ausserdem Beamte und Studenten, während Angestellte und Arbeitnehmer in der Regel in einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sind und für einen Wechsel in die private Krankenversicherung
ein Jahresbruttoeinkommen oberhalb der sogenannten Jahresarbeitsentgeltgrenze von derzeit 48.600 Euro nachweisen müssen.
Bei der Wahl der Krankenkasse sollte bedacht werden, dass für den Beitrag in der
gesetzlichen Krankenkasse lediglich das Bruttoeinkommen herangezogen wird. Der zu entrichtende Beitragssatz liegt je nach Krankenkasse (AOK, BKK, IKK, EKK) zwischen 13 und 15 Prozent. Bei einem hohen Einkommen ist also entsprechend ein höherer Beitrag fällig. Dagegen spielt die Höhe des Einkommens für den Beitrag in der
privaten Krankenversicherung (PKV) keine Rolle. Hier werden Faktoren wie das Alter, das Geschlecht und die gesundheitliche Verfassung des Versicherten herangezogen. Junge und gesunde Privatversicherte entrichten hier geringere Beiträge. Ein weiterer markanter Unterschied zwischen der PKV und der GKV ist der
Leistungsumfang der Krankenversicherung. Während die Gesetzlichen einen gesetzlich festgelegten Leistungskatalog mit geringen Abweichungen haben, kann bei der Privaten aus dem Vollen geschöpft werden. Hier sind die Versicherungsleistungen modular aufgebaut und können vom Versicherten nach Belieben hinzugewählt werden. »
private Krankenversicherung für Selbständige«
Damit ist eine Private Krankenversicherung für gesunde Selbständige und Freiberufler mit einem relativ hohen Einkommen zu empfehlen, da sie sowohl von geringeren Beiträgen als auch von deutlich besseren Leistungen profitieren können. Liegen allerdings gravierende und/oder chronische Krankheiten zum Zeitpunkt der Antragstellung vor, sollte in jedem Fall die gesetzliche Krankenkasse gewählt werden. Ebenso, wenn das Einkommen relativ gering und/oder unregelmäßig bezogen wird.
Test Vergleich der Krankenversicherungen für Selbständige und Freiberufler
Ist die Entscheidung für eine gesetzliche oder private Krankenversicherung bereits gefallen, komt es auf die sorgfältige und richtige Wahl der Krankenversicherungstarife. Während ein Vergleich der gesetzlichen Krankenkassen auf die Höhe des Beitragssatzes beschränkt werden kann, stellt sich ein Vergleich für die
private Krankenversicherung für Freiberufler und Selbständige wesentlich schwieriger dar. Zum einen sollten Angeboter vieler Versicherer speziell für die Berufsgruppe der Selbständigen und Freiberufler in Augenschein genommen werden. Andererseits resultieen die Preise der Privaten aus einem Wettbewerb zwischen den Anbietern. Hier lohnt sich ein ausgiebiger
Vergleich der PKV Tarife immer. Ein Blick auf die sogenannten
Testsieger der Krankenversicherungen ist ebenfalls sinnvoll. Hier handelt es sich um einen
Test der Krankenversicherungen durch unabhängige Ratingagenturen wie Stiftung Warentest, Assekurata und andere.
Unbedingt zu empfehlen ist eine
Krankentagegeldversicherung für Selbständige und Freiberufler. Denn diese erhalten keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, wie es für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte der Fall ist. Um also Einkomenseinbußen in Folge längerer Krankheit kompensieren zu können, sollte eine Krankentagegeldversicherung mit einer entsprenden Höhe des Tagegeldes abgeschlossen werden.