Taliban-Kämpfer
Aus dem fernen Osten häufen sich die Terrorwarnungen in Richtung Deutschland. Und das auch noch kurz vor den Bundestagswahlen.Es wirkt fast so, als ob Taliban und Co. unsere Regierung unter Druck setzen wollen würde. Jede Partei sollte also in ihrem Wahlkampf die Terrorbekämpfung ansprechen. Das kann doch nicht die Art von richtigem Wahlkampf sein? In den Wahlprogrammen sollte es um die Zukunft unseres Landes gehen und nicht darum, was in Fernost passiert, auch wenn dies sicherlich nicht ganz unwichtig ist. Viele wissen wahrscheinlich gar nicht mehr, dass die Bundeswehr Anfangs zur Aufräumung und in der Mission Frieden nach Afghanistan gekommen ist. Schließlich ist es ja wohl kein Frieden, wenn man einfach zwei Tanklaster abknallt und davon ausgeht, dass sich darin Terroristen befinden. Und dann auch noch zu leugnen, dass bei diesem Luftangriff unschuldige Menschen gestorben sind geht wirklich unter die Gürtellinie!
Doch weshalb gibt es trotzdem aktuell so viele Terrorwarnungen?
Die Terrororganisationen fühlen sich von der Bundeswehr gestört, denn wie schon angesprochen soll die Bundeswehr Frieden schaffen. Dass Al Kaida und Taliban sich gestört fühlen kann sich wohl jeder denken, denn schließlich wollen sie Krieg. Dass sie dabei ihre eigenen Landsleute umbringen scheint ihnen relativ egal zu sein. Und wenn es sein muss, dann werden die Organisationen probieren die Bundeswehr aus dem Weg zu schaffen. Der Beginn hierzu erfolgte ja bekannterweise durch die Terrorwarnungen in der Form von Videos. Der deutsch Marokkaner sieht seriös aus, fast wie ein Bänker. Und auch seine Stimme ist ruhig und klar. Verwunderlich sind seine sehr guten Deutschkenntnisse, auch wenn er einige Zeit in Deutschland gelebt hat. Schließlich ist er schon seit langem im Irak, wo er bekannter weise in einem Terrorkamp ausgebildet wurde und nun in den "Heiligen Krieg" ziehen will. Als Krönung der ganzen Sache kam dann ja auch noch das Video des angeblich schon zehn mal toten Osama Bin Laden. Und die Videos sind echt, wie das BKA bestätigte!!!
Und trotzdem fragt man sich, ob das nun Panikmache ist, oder ob dies unser neuer Altag wird, auch wenn dies nicht zu hoffen ist. Egal in welche größeren Städte man schaut, überall finden wir Polizei- und Passkontrollen. Die Sicherungen beim Oktoberfest grenzen an einen Staatsbesuch, doch natürlich will sich keiner sagen, dass man nicht darauf vorbereitet gewesen wäre, wenn denn doch etwas passieren sollte. Herrenlose Koffer werden gesprengt und die Passanten trauen sich kaum noch in große Menschenmengen. Es ist traurig, dass es überhaupt so weit kommen musste, aber die Bundesregierung steht eben in dem Konflikt, ob sie helfen wollen oder sich und ihr Land schützen wollen.
Aber wahrscheinlich würde es auch ohne unsere Bundeswehr in Afghanistan und Irak so aussehen, wie es jetzt aussieht, denn da können doch 2000 Soldaten mehr auch nicht viel ausrichten. Wenn etwas passieren sollte, dann wird es das auch, egal ob mit Bundeswehr oder nicht.
Désirée-Sophie Lepell, 30. September 2009