Tagesgeldkonten und Tagesgeldzinsen
Tagesgeldkonten bieten mehrere Vorteile für den Sparer. Sie bieten auf der einen Seite eine hohe Verzinsung, wobei das angelegte Geld theoretisch täglich verfügbar ist. Bei der täglichen Verfügbarkeit muss jedoch beachtet werden, dass 2-3 Banktage nötig sind um das Geld vom Tagesgeldkonto auf das Referenzkonto zu überweisen.
Insbesondere Direktbanken bieten eine Vielzahl von Tagesgeldkonten mit guten Konditionen an. Direktbanken verfügen über kein teures Filialnetz und können daher meist bessere Tagesgeldzinsen bieten als große Filialbanken. Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos läuft normalerweise über das Post Ident Verfahren ab. Der Kunde muss also mit den ausgefüllten Unterlagen, die er von der Bank erhalten hat zu einer Postfiliale, und sich anhand seines Personalausweises identifizieren lassen. Danach können die Unterlagen an die neue Bank geschickt werden. Nach einigen Tagen bis Wochen erhalten die Kunden die nötigen Daten zum einloggen in Ihr online Konto. Bei Eröffnung des Kontos muss außerdem ein Referenzkonto angegeben werden, hier kann das Girokonto der Hausbank verwendet werden. Wenn das Geld gebraucht wird, kann es so vom Tagesgeldkonto auf das Referenzkonto überwiesen werden.
Bei der Auswahl eines Kontos sollte man nicht allein auf die aktuelle Höhe der Tagesgeldzinsen achten. Ebenso wichtig ist es, dass die Verzinsung der Bank kontinuierlich hoch ist bzw. bleibt. Viele Banken versuchen mit Lockangeboten für Neukunden auf Kundenfang zu gehen. Hier wird den Neukunden meist ein besonders hoher Sonderzins gezahlt, welcher jedoch nur für kurze Zeit, zum Beispiel wenige Monate gilt. Nach Ablauf dieser Zeit wird nur noch ein geringerer Zinssatz für Bestandskunden gezahlt. Es ist daher empfehlenswert sich eine Bank zu suchen, die dauerhaft für Neu- und Bestandskunden gleichbleibend gute Konditionen bietet. Eine Alternative kann es sein das Tagesgeldkonto regelmäßig zu wechseln, um immer die beste Verzinsung zu erhalten, sogenanntes Tagesgeldhopping. Bei diesem Verfahren wechselt der Sparer alle paar Monate sein Konto, um immer die besten Konditionen für Neukunden zu erhalten. Ob sich diese Vorgehensweise lohnt muss jeder für sich entscheiden beziehungsweise ist abhängig von dem jeweiligen Zinsunterschied.
Ein weiterer Faktor, der bei Abschluss beachtet werden muss ist die Absicherung der Einlagen. Die gesetzliche Einlagensicherung beträgt derzeit 100.000 Euro, bis zu dieser Summe sind alle Anlagebeträge 100% abgesichert. Die meisten deutschen Institute sind außerdem Mitglied im Einlagensicherungsfonds Bund deutscher Banken. Durch diese Mitgliedschaft werden Einlagen in Höhe von 30% des Eigenkapitals der Bank abgesichert. Dadurch erhöht sich die Sicherungssumme oft auf dreistellige Millionenbeträge. Einige Anbieter gehören ausländischen Einlagensicherungssystemen an, die unterschiedliche Summen absichern. So sichert das niederländische System beispielweise 100.000 Euro ab.