Hin und wieder soll es ja noch vorkommen, am Monatsende bleibt noch etwas übrig vom hart verdienten Geld. Dann stellt sich für viele Menschen die Frage, wohin mit diesen Überschüssen, wo bekommt man für sein Geld mehr Zinsen als auf dem Girokonto und kann trotzdem über das Geld verfügen.
Tagesgeld- Rendite und doch finanziell flexibel
Hier bieten Tagesgelder eine ordentliche Möglichkeit, mit dem Geld zumindest eine kleine Rendite zu erwirtschaften. So erringen Sparer heute bei den
besten Tagesgeldkonten etwas über 2 Prozent jährliche Zinsen und können trotzdem jeden Tag über ihr gesamtes Guthaben verfügen. Da Festgelder momentan keine wesentlich besseren Renditen erzielen, bieten Tagesgelder eine sehr gute Möglichkeit, die „Reste" vom Weihnachtsgeld bis zum nächsten Urlaub zu parken und dabei noch ordentlich Kasse zu machen. Wer plötzlich sein Geld benötigt, kann das jeden Tag ohne Zinseinbuße und ohne die Einhaltung von Kündigungsfristen tun. Deshalb ist ein Girokonto für die monatlichen Zahlungsein- und Ausgänge zu empfehlen, alle Überschüsse sollten zunächst einmal auf einem
Tagesgeldkonto bessere Zinsen erwirtschaften.
Die besten Anbieter finden
Natürlich kann jeder Sparer ein Tagesgeldkonto bei seiner Hausbank eröffnen. Die meist besseren Konditionen gibt es jedoch bei Online-Banken. Hier verzichtet der Anleger bewusst auf individuelle Beratung und Betreuung, die so eingesparten Personalkosten honoriert die Bank mit einem besseren Zinssatz. Vergleichsrechner im Internet helfen, die Bank mit den besten Konditionen zu finden. Allerdings sollte man genau das Kleingedruckte und die Sternchentexte lesen, die Spitzen-Konditionen gelten bei manchen Banken nur für Neukunden, für bestimmte Laufzeiten oder für Mindestbeträge. Deshalb darf sich auch niemand davor scheuen, mit seinem Kapital hin und wieder die Bank zu wechseln.
Nach der weltweiten Finanzkrise ist das internationale Zinsniveau gegenwärtig noch sehr niedrig. Das macht zwar Kredite momentan sehr günstig, Geldanlagen werden aber andererseits auch nur gering verzinst. So kann Geld auf einem Tagesgeldkonto „zwischengelagert" werden und die Zeit bis zum Anstieg der Sparzinsen überbrücken. Mittlerweile sollte es selbstverständlich sein, dass ein Tagesgeldkonto von der Bank kostenlos geführt wird.
Die Sicherheit der Tagesgelder
Zunächst muss jeder Anleger darauf achten, dass seine Bank Mitglied in einem der vielen europäischen Einlagensicherungsfonds ist. Diese garantieren die vollständige Rückzahlung des eingezahlten Kapitals selbst bei einer Pleite der Bank. So bekommt jeder Sparer zumindest sein Geld zurück, muss aber in diesem Fall auf die Zinsen verzichten. Alle Ein- und Auszahlungen laufen bei einem Tagesgeldkonto über ein Referenzkonto, hier nutzen viele Sparer ihr bereits vorhandenes Girokonto. Selbst wer unerlaubt an die Daten eines Tagesgeldkontos gelangt, wird so niemals Bargeld erhalten.