GfK-Index
Zunehmend breitet sich in der deutschen Bevölkerung die Furcht vor einer anhaltend schlechten Konjunktur und vor deutlich steigenden Kosten aus. Dies wirkt sich auf den Konsum aus. Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sank der aktuelle GfK-Index stärker als erwartet von 1,9 auf 1,5 Punkte. Die Konsumschwäche hält nun schon deutlich länger als ein Jahr an und wurde durch die letzte Mehrwertsteuererhöhung ausgelöst.
Vor dem Hintergrund dieser eher düsteren Zukunftsaussichten, zeigen die Verbraucher wenig Bereitschaft, ihr Geld über den täglichen Bedarf hinaus auszugeben. Sie sparen. Da mittel- und langfristige finanzielle Belastungen nur schwer abzuschätzen sind, suchen Anleger kurzfristige, sichere Investitionsmöglichkeiten mit einer attraktiven Verzinsung deutlich über der momentanen Inflationsrate von mehr als drei Prozent.
In dieser Situation ist die Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto eigentlich ideal. Die Zinssätze erreichen eine Höhe von bis zu 5,65 Prozent. Zudem ist das Geld jederzeit ohne vorherige Kündigung verfügbar. Für viele Menschen ist das ausschlaggebend. Sie wollen ihr Geld inflationssicher anlegen und gleichzeitig die nötige Liquidität für unerwartete Ausgaben, wie beispielsweise die zu erwartenden hohen Nebenkosten für das Jahr 2008, behalten.
Tagesgeldkonten sind in der gegenwärtigen volkswirtschaftlichen Situation ein idealer Parkplatz für die notwendigen Liquiditätsreserven der Verbraucher. Mit interessanten Zinsen begegnen sie der Inflation und das Geld bleibt jederzeit zugänglich – in anderen Worten: Tagesgeld bietet Flexibilität und Sicherheit in Zeiten konjunktureller Instabilität.
(Michael Kramer ist Geschäftsführer und ständiger Vertreter der Kaupthing Bank mit Sitz in Frankfurt. Seine Erfahrungen in der Kreditwirtschaft sammelte er über 26 Jahre bei verschiedenen internationalen Geldinstituten.)