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Syrien und der noch weite Durchbruch

Autor: Toma | Erstellt am: 15.09.2008 | Gelesen: 2335
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Kritik an das syrische Regime sowie an dei syrische Opposition

Die politischen Entwicklungen im Nahosten beschleunigen sich rasant und fordern von den politischen Kräfte dieses Gebietes entsprechende Reaktionen und Vorbereitungen. In diesem Beitrag kritisiere ich die noch nicht reife syrische Opposition und gehe auch auf die politisch Lage im Lande. Ich verdeutliche auch die Auswirkungen der gegenwärtigen politische Lage und einer eventuellen Machtwechsel auf die Situation der nationalen Gruppe der Assyrer dort ein.

Maamun Al-Humsi der ehemalige Parlamentsabgeordnete kritisierte in einem Aufruf das verfassungswidrige Referendum zur Verlängerung für den syrischen Präsidenten zu einer weiteren Wahlperiode, sowie die vorangegangenen Wahlen, die von einer breiten Massen der syrischen Bevölkerung sowie von den meisten Christen (darunter die Assyrer/Syrer) und der Kurden boykottiert wurden.

Es besteht freilich kein Zweifel an dem Patriotismus des syrischen Oppositionellen, auch nicht an seinem guten Willen zur demokratischen Veränderung, doch hier möchte ich ihn daran erinnern, dass er die gleichen Begriffe benutzt, die Ba'athisten und Arabisten benutzen. Diese Begriffe von der Negierung einer nationaler Gruppe wie die Assyrer, und macht sie zu einer bloßen christlichen Konfession. Es sind viele christliche Konfessionen, doch als Bürger des syrischen Staats bilden die meisten von ihnen die Urbevölkerung des Landes und eine nationale Gruppe, die tief in dem Land ihre aramäische und assyrische Wurzeln schon Tausenden von Jahren vor den Arabern und den anderen Völkern des heutigen Syriens haben. Auch viele syrische Muslime stammen ursprünglich dieser nationalen Gruppe ab. Auch der Name des Landes verdankt Syrien diesem Volk.

Die archäologische Befunde und viele Namen von Städten beweisen trotz rigoroser Arabisierung und zuletzt in der syrischen (El-Jazireh) eine versuchte und nicht gelungene Kurdisierung. Diese Verfälschungen und die Negierung der Existenz von nationalen Gruppen seitens Al-Humsi und vielen anderen oppositionelle Persönlichkeiten und Gruppierungen beweisen die Unreife der syrischen Opposition, jedoch auch die Schwäche der in Syrien arbeitenden assyrischen politischen Organisationen und ihren Medien.

Sicherlich weist das syrische Regime mit seinen geheimdienstlichen und korrupten Apparate sowie mit den nicht politischabhängigen Gerichte, Defizite auf. Sie brachten Syrien jenseits der Demokratie und mittlerweile beeinflusst sie das friedliche Zusammenleben. Ferner können diese Verhältnisse und die letzten Inhaftierungen von demokratischen Oppositionelle und darunter auch as-syrische, nur in irakische Verhältnisse münden.

Irakisch-ähnliche Verhältnisse mit all den Phänomen, die das Land in die Ruine treiben können. Denn auch in Syrien ist eine bürgerliche und laizistische Opposition, die so stark ist, um das Land zu führen, noch nicht zu finden. Obwohl Syrien eine Reihe von Persönlichkeiten außer dem jetzigen Präsidenten bietet, die als Präsident das Land führen können, doch diese können noch kein alternatives politisches System anbieten, um das Land in stabilere und demokratische Lage zu führen.

Wenn wir heute die Kräfte der syrischen Opposition analysieren, so sehen wir in den islamistischen Fundamentalisten (Muslimbruderschaft), die stärkste und fast dominierende Kraft – gewiss auch in der Basis. Diese können bei einer eventuellen Machtübernahme mit anderen fundamentalistischen Kräften sehr wahrscheinlich, die anderen an der Basis schwachen oder in Syrien noch nicht etablierenden oppositionellen oder geschwächten politischen Kräfte überrumpeln, und ein islamistisches System erzwingen, das eher in Richtung „Islamischer Republik Syrien" landet.

Die Zeichen deuten bis heute darauf hin! Wenn wir Äußerungen der Muslimbruderschaft analysieren von der Schari'a als Quelle der Gesetzgebung oder, dass der syrische Präsident auch bei einem Wechsel weiterhin nur Muslim sein darf, so können wir die Richtung erkennen.

Bassam Daruish schrieb in seinem Artikel in Annaqed: „Syrien braucht Patrioten und keine Politiker". Die Laizisten bringen schon heute fundamentalistische Redensart und sprechen von einer konservativen islamischer Gesellschaft oder auch von einer Vertreibung einer ganzen Konfession, was auch uns als Christen und Nichtaraber Angst bringen wird, die möglicherweise und unter diesen Gegebenheiten, als Opfer eines gewaltsamen Umsturzes werden können.

Leider begreifen es viele syrische Oppositionelle nicht, dass es dabei nicht nur, um den Umsturz handelt und eine Veränderung nur von Innen gesund und friedlich laufen kann.

Wenn die USA dabei helfen würden, so werden sie hauptsächlich ihre Interessen vertreten und ein Grund sein, dass die Christen und Nichtaraber als Feindbilder angegriffen werden, dabei werden diese die am meisten Benachteiligte sein. Denn sie sind auf irakische Verhältnisse (wie es im Beispiel des Irak der Fall ist, dass es bei den Chaldo-Assyrer-Syrer zum schleichenden Genozid hinreicht) nicht vorbereitet und nicht gewachsen. Die USA werden die Assyrer und alle Christen nicht schützen, sondern werden sie wie es im Irak ist, wahrscheinlich auf dem Altar ihrer Interessen verkaufen, und gegebenenfalls auswandern (vertreiben) lassen.
 
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