
Das Thema Produktpiraterie stellt weltweit eine enorme Herausforderung für Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen dar. Experten schätzen den Anteil der Produktfälschungen am Welthandel heute bereits auf 10 Prozent. Allein in Deutschland gefährdet die Produktpiratierie aktuell 50.000 Arbeitsplätze, Umsatzverluste betragen bis zu 30 Milliarden Euro. Dies ist nur die Spitze des Eisbergs: der globale Markt ist ein fruchtbarer Boden für die Produktpiraterie und erschwert eine genaue Einschätzung der Lage.
Swiss Authentication, ein junges Technologieunternehmen mit Sitz in Gerstried bei München, entwickelte mit mehreren Fachleuten jetzt die Lösung: Die Produkte erhalten eine Kennzeichnung auf Basis lumineszierender Lanthanoidverbindungen, die nur mit einer speziell für diesen Prozess entwickelten Laser-Detektoreinheit zu identifizieren ist. Dr. Arnold Herp, geschäftsführender Gesellschafter der HEITEC Innovations GmbH und Gesellschafter der Swiss Authentication, war maßgeblich an der Entwicklung beteiligt.
„Der große Vorteil unseres Systems ist die vielseitige Anwendbarkeit: Die Markierung hält selbst extremen physikalischen Belastungen wie Feuer, Licht oder Chemikalien stand, ohne ihre Eigenschaften zu verlieren; die Detektoreinheit ist leicht zu bedienen und hat etwa die Größe eines Handys. Eine Nachbestellung der Markierungen ist für den Kunden jederzeit möglich. Mit dem von Swiss Authentication entwickelten System wird Industrie und Handel ein Werkzeug gegeben, das leicht handhabbar und auf dem allerneuesten Stand der Technik ist", betont Herp.
Das innovative Sicherheitskonzept besteht aus drei Komponenten: Neben der Kennzeichnung und einer Detektoreinheit gehört dazu ein umfassender Know-how-Schutz, der auf zertifizierten Prozessen und umfassender Patentierung der zugrunde liegenden Technologien basiert.
Die Kennzeichnung selbst besteht aus winzig kleinen Partikeln (<30μm), die durch einen Laserstrahl im Infrarotbereich ein Spektrum im sichtbaren und unsichtbaren Bereich offenbaren. Die Partikel werden für jeden Kunden in einem streng geheimen Prozess hergestellt: Durch Veränderung der Molekularstruktur wird dabei für jedes Produkt ein kundenspezifisches Spektrum erzeugt. Kennzeichnung und Detektoreinheit funktionieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip: Die Detektoreinheit ermittelt typische Merkmale der kundenspezifischen Markierung und vergleicht diese mit vorgegebenen Merkmalsleisten. Die so erzeugte Kennzeichnung ist absolut fälschungssicher.
Die Kosten einer solchen Kennzeichnung können laut Dr. Herp durch den Einsatz günstiger Komponenten vergleichsweise niedrig gehalten werden. Ein moderates Preisniveau zählt zu den zentralen Erfolgsfaktoren für ein Produktschutzsystem: "Sich gegen Fälschungen zu schützen, ist primär eine wirtschaftliche Entscheidung", so Dr. Herp, "trotzdem dürfen die Kosten für eine Kennzeichnung, insbesondere bei Massenprodukten, bestimmte Schwellen nicht überschreiten". Nur dadurch sei ein wirklich flächendeckender Einsatz möglich, der wiederum eine wesentliche Voraussetzung für den effektiven Schutz von Marken darstelle.
Weitere Informationen erhalten Sie über die Webseite von Swiss Authentication:
www.swissauthentication.com