Sushi selber machen
Sushi selber zuhause kochen, ein anhaltender Boom unter Hobbyköchen
Nicht zuletzt wegen der hohen Kosten ist nicht unbedingt jeder willens häufiger in ein Sushi Lokal zu gehen. Dabei ist Sushi sowas von lecker, und man will am liebsten mehrmals erneut hundert Maki Rollen und am liebsten zweihundert Nigiri verschlingen. Prinzipiell kann man das auch mit geringem Budget realisieren, indem man reibungslos Sushi selber zuhause macht.
Ist das nicht unnormal schwierig? Nein überhaupt nicht es ist unnormal super einfach, sobald man es einmal kann.
Im Allgemeinen benötigt man auch nicht wirklich massig Sachen um einmal anzufangen:
- ein scharfes Kochmesser
- ein Schneidebrett
- eine Bambusmatte
- Sushi Reis der Untersorte Japanico
- Nori Blätter (der Seetang)
- Gemüse
- Fisch
- grünen Meerrettich
- Reisessig
- Sojasauce optional
Damit kann man bereits gut anzufangen und das alles zusammen kostet meistens weniger als 20€. Dafür hat man dann aber auch soviel Sushi wie du essen willst und das in schönster heimgemachter Qualität.
Allerdings wie genau macht man denn nun eigentlich Sushi? Das kommt darauf an, welche Variante von Sushi du anfertigen möchtest. Es gibt prinzipiell zwei Richtungen: mit Nori-Blatt oder ohne. Ohne Noriblatt sind die allseits beliebten Nigiri. Mit Noriblatt können es unterschiedliche Arten sein. Da gibt es zum einen die beliebte Maki-Rolle. Diese Art hat das Noriblatt um den Reis mit der Füllung rum. Dann wäre da noch die Inside-Out Rolle und unglaublich aber wahr: das Innere ist außen. Als zusätzliche Ursprungsvariante gibt es da noch die Te-Maki das ist eine Unterart der Maki-Rolle, mit dem kleinen Unterschied dass die Form doch sehr stark an eine Schultüte erinnert, und ohne Hilfsmittel gerollt wird.
Weil es für einen Anfänger einfach ist fange ich einmal mit der Erklärung der Zubereitung eines Nigiri Stücks an. Ganz am Anfang brauchen wir wirklich sehr guten Fisch. Lachs oder Thunfisch sind für den Neuling am einfachsten. Man kann aber auch Garnelen oder andere Fischsorten wie zum Beispiel Dorade oder Aal verwenden.
Am Anfang kochst du den Reis (ca. fünfzehn bis zwanzig Min. im Topf), dann fügt man die Reisessigmischung dem Reis bei und lässt diese zusammen mit dem Reis für ca. 45 Minuten ruhen und abkühlen. Während dessen zerteilen wir die guten Filetstücken in mundgerechte Happen. Was hierbei als Verschnitt übrig bleibt kann man im Anschluss sehr schön in einer Maki Rolle verwenden.
Sobald der Reis abgekühlt ist nehmen wir einen mittelgroßen Reisball in die Hand. Das Bällchen sollte knapp so groß sein, dass bei geschlossener hohler Hand der Reis fast komplett umschlossen ist. Das Resultat sollte an ein Ei erinnern.
Jetzt greifst du mit der anderen hohlen Hand eines der kleinen Filetstücken. Das bestreichst du mit dem Zeigefinger der Reishand mit Wasabi. Am Anfang pass mit der Menge auf, zuviel zerstört das Sushi. Danach platzieren wir den Fisch auf dem Reisbällchen.
Am Ende begradigen wir den Reisball an den Längsseiten und der Unterseite, damit das Nigiri selbstständig aufrecht stehen kann und nicht umfällt. Als krönenden Abschluss ziehst du noch den Fisch an seinen Seiten nach unten, sodass der Reis kaum zu sehen ist.
Fertig.
Tim Hoyuken
Sushi selber machen