Thomas Topp, Leiter der Cochlear Deutschland GmbH & Co. KG (re.), und Professor Dr. Roland Laszig, D
Katja Steppke (19) aus Hamburg ist die diesjährige Gewinnerin des Cochlear Graeme Clark Stipendiums (GCS). Mit diesem Stipendium unterstützt Cochlear, weltweiter Marktführer bei der Entwicklung und Herstellung von Cochlea-Implantaten (CI), herausragende Studierende und Studienanwärter, die mit einem Cochlear Nucleus CI-System versorgt wurden. Das CI, ein Innenohrimplantat, eröffnet gehörlos geborenen Kindern sowie hochgradig hörgeschädigten Kindern und Erwachsenen den Zugang zur Welt des Hörens und der gesprochenen Worte.
Im Jahre 1978 versorgte der australische Medizin-Professor Graeme Clark (75) weltweit erstmalig einen Patienten mit einem mehrkanaligen Implantat; und 1982 nahm er die erste Anpassung eines Nucleus Implantats vor. Heute gilt der Gründer des Instituts für HNO-Heilkunde an der Universität Melbourne als Pionier und Wegbereiter für die revolutionäre Technologie des Cochlea-Implantats.
Als Würdigung seiner bahnbrechenden Leistungen vergibt Cochlear seit 2002 alljährlich das Cochlear Graeme Clark Stipendium (GCS). Die Stipendiaten sind junge Nucleus CI-Träger, die aus allen Teilen der Welt kommen und die eine anerkannte Universität besuchen bzw. demnächst ihr Studium aufnehmen werden. In Deutschland wurde in diesem Jahr Katja Steppke aus der Vielzahl eingegangener Bewerbungen ausgewählt. Die junge Hamburgerin hat gerade erfolgreich das erste Semester ihres Studiums der medizinischen Ingenieurwissenschaften an der Universität Lübeck beendet.
Katja Steppke verlor im Alter von einem Jahr in Folge einer Pneumokokken-Meningitis den Großteil ihres Hörvermögens. Sie wuchs in Hamburg auf. Dort konnte sie dank frühzeitiger lautsprachlicher Förderung nach dem Kindergarten eine integrative Grundschule besuchen. Aufgrund ihrer mittlerweile an Taubheit grenzenden Hörschädigung bekam Katja Steppke mit neun Jahren ein Cochlea-Implantat. Nach der Grundschule wechselte sie auf das Gymnasium Rissen, wo sie im vergangenen Jahr ihr Abitur ablegte – mit der Durchschnittsnote 1,2.
„Ohne mein Cochlea-Implantat wäre ich nicht da, wo ich heute bin", so Katja Steppke. „Mit CI hatte ich die Chance, auf das Regel-Gymnasium vor Ort zu gehen, in meinem gewohnten Umfeld integriert zu sein, mich hier auch außerschulisch vielfältig zu betätigen." – Und weiter erklärt sie: „Das GCS ermöglicht mir, mich ohne die typischen Studentenjobs voll auf mein Studium konzentrieren zu können. Ich freue mich sehr darüber. Einerseits erlebe ich dieses Stipendium als Anerkennung für mein Engagement in der Schule und darüber hinaus, etwa als Gruppenleiterin in unserer Kirchengemeinde. Zum anderen verstehe ich das GCS aber auch als Anerkennung für viele andere Menschen mit Handicap, die sich in die Gesellschaft einbringen, nach ihren Möglichkeiten etwas bewegen und ihren eigenen Weg gehen."
Zu den Gratulanten bei der feierlichen Vergabe des diesjährigen GCS-Stipendiums am 1. April in Freiburg gehörte auch Thomas Topp, Leiter der Cochlear Deutschland GmbH & Co. KG. – „Wir gratulieren Katja Steppke sehr herzlich zur Verleihung des Cochlear GCS", so Thomas Topp im Rahmen der Veranstaltung. Die Entwicklung, die Frau Steppke in ihrem bisherigen Leben genommen hat, ihre hervorragenden Lernerfolge und ihr mannigfaltiges Engagement zeigen exemplarisch, wie das Cochlea-Implantat jungen Menschen dazu verhilft, ihre vielfältigen Potentiale auszuschöpfen und den Weg ins Leben zu meistern."
Redaktioneller Hinweis:
Die Firma Cochlear ist weltweiter Marktführer für die Entwicklung und Herstellung von Cochlea-Implantaten (CI). Die bahnbrechende Technologie dieser CI-Systeme ermöglicht es Kindern und Erwachsenen mit hochgradigem und an Taubheit grenzendem Hörverlust wieder zu hören. Das Unternehmen wurde 1982 gegründet, um die Forschungsarbeit des australischen Medizin-Professors Graeme Clark, dem Erfinder des mehrkanaligen Cochlea-Implantats, fortzuführen und weltweit zu vermarkten. Heute tragen mehr als 230.000 Menschen in über 100 Ländern Hörlösungen von Cochlear. Das Unternehmen beschäftigt derzeit weltweit über 2.000 Mitarbeiter. Sitz der deutschen Niederlassung von Cochlear ist Hannover. Weitere Informationen unter www.cochlear.de.
Das Cochlea-Implantat (CI) wird unter die Kopfhaut des Patienten eingesetzt und reicht bis in dessen Innenohr. Es wandelt gesprochene Worte und andere akustische Signale in elektrische Impulse um. Durch diese Impulse wird der Hörnerv stimuliert, der sich in der Hörschnecke, der so genannten Cochlea, befindet. Zu jedem CI gehören außerdem der Sprachprozessor, der wie ein Hörgerät hinterm Ohr getragen wird, sowie die Sendespule. Gehörlos geborenen Kindern sowie hochgradig hörgeschädigten Kindern und Erwachsenen eröffnet das CI den Zugang zur Welt des Hörens und der gesprochenen Worte.
Cochlear Deutschland GmbH & Co. KG, Durdane Erseker, Tel.: +49 (0)511 542 77 225, E-Mail: derseker@cochlear.com
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