In den letzten Jahren versuchen einige Stromanbieter verstärkt neue Vertriebswege für ihr Stromverträge zu finden. Vorreiter in Sachen Direktvertrieb ist die eprimo GmbH, die Discounttochter des Stromkonzerns RWE. Den eprimo Strom konnte man beispielsweise schon in Hanyläden der Kette „The Phone Haus" kaufen. In Kooperation mit Bild vertrieb eprimo im Jahr 2008 den sog. Volksstrom.
Ab 15. März 2010 verkauft der Lebensmitteldiscounter Lidl nun in allen seinen über 3000 Filialen ein Ökostromprodukt von eprimo. Der Lidl Strom von eprimo wird zu 100% aus erneuerbaren Energien hergestellt und zusätzlich wird der Stromvertrag mit eine Einkaufsbonus von 100 Euro ausgestattet.
Bereits im Jahr hatte der Stromanbieter E WIE EINFACH, eine Eon Tochter, in Kooperation mit Lidl Strom an die Kunden des Discounters vertrieben. Auch damals wurde ein Strom Starterpaket verkauft, dass danach zum Abschluss eines Stromvertrags berechtigte.
Die Stromanbieter versuchen in den Discountmärkten eine preissensitive Zielgruppe anzusprechen, die ansonsten mit dem Thema Stromwechsel nicht in Berührung kommt. Der Strommarkt ist zwar schon über 10 Jahre liberalisiert, einen Anbieterwechsel haben allerdings bisher nur wenige Verbraucher durchgeführt.
In der Tat sind bei einem Anbieterwechsel im Vergleich zu den lokalen Grundversorgern erhebliche Einsparpotentiale vorhanden. Durch direkte Kooperationen und neue Vertriebswege versuchen einige Stromanbieter verstärkt Verbraucher anzusprechen.
Im Supermarkt fehlt allerdings die Möglichkeit eines Anbietervergleichs. Verbraucher sollten deshalb über Stromrechner im Internet auf alle Fälle die Preise vergleichen.
Der Strompreis variiert wegen unterschiedlicher Netzentgelte von Region zu Region. Deswegen ist eine Preiskommunikation in den Medien schwierig bis unmöglich. Die Stromanbieter versuchen wie im Falle Lidl Strom Verbraucher durch lange Strompreisgarantien und Boni zu einem Stromwechsel zu bewegen.
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