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Stress - Hilfe durch pflanzliche adaptogene Mittel

Autor: RolandMartek | Erstellt am: 07.06.2011 | Gelesen: 758
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Neben dem gezielten Abbau der Stressfaktoren können bei Stressüberlastung rein pflanzliche Präparate aus Rhodiola rosea und Withania somnifera empfohlen werden.

Anhaltender Stress führt langfristig zu Schäden
Anhaltender Stress führt langfristig zu Schäden
Ungesunder Stress zählt heute für viele zum Alltag. Die negative Stressbelastung wirkt sich auf die Psyche genauso aus wie auf die körperliche Befindlichkeit der Betroffenen.

Langfristige Schäden durch Stress

Stress führt u.a. zu einer erhöhten Konzentration von Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol im Blut. Langfristig kommt es bei häufiger Stressbelastung zu Schäden an den Blutgefäßen. Das Risiko steigt, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Durch Schutzreaktionen des Körpers kann es zudem zu dauernder muskulärer Anspannung und zu zahlreichen psychosomatischen Beschwerden kommen.

Negative Stressfolgen für Konzentration und Gedächtnis

Neben den rein körperlichen Auswirkungen beeinflusst anhaltender Stress auch die intellektuellen Fähigkeiten: Konzentration und Gedächtnis leiden unter den Folgen von anhaltendem Stress, das psychische Gleichgewicht geht verloren, der Druck steigt für die Betroffenen dadurch weiter.

Fehlende körperliche Kompensation

Stress ist entwicklungsgeschichtlich ein wichtiger Überlebensfaktor für den Menschen. Durch die Ausschüttung von Adrenalin und anderer Botenstoffe wird der Mensch in Flucht- oder Kampfbereitschaft versetzt (in der englischsprachigen Literatur wird dieser Zustand häufig als fight-or-flight bezeichnet). Heute geht der körperliche Aspekt von Stress ins Leere. Der ausgelösten Alarmbereitschaft folgt typischerweise keine entsprechende körperliche Aktivität; man sitzt gestresst am Schreibtisch, im Wagen im Stau oder steht mit hohem Puls an der Supermarktkasse. Die durch Stress mobilisierte Energie kann nicht mehr angemessen abgebaut werden.

Bei einer Dauerbelastung durch Stress ohne ausreichende Kompensation kommt es zur Überforderung der körpereigenen Selbstregulationsmechanismen. Der Mensch wird krank. Eine der häufigsten Folgen ist das mittlerweile grassierende Burnout-Syndrom.

Neben einer psychologischen Betreuung und einem gezielten Abbau der Stressfaktoren können stressbelasteten Personen als weitere unterstützende Maßnahme pflanzliche Mittel empfohlen werden, um die Stressfolgen besser zu verarbeiten bzw. die bereits entstandenen Beschwerden zu lindern. Zwei Pflanzenextrakte sind dazu besonders geeignet:

Rhodiola rosea (Rosenwurz) fördert die Regeneration und besitzt eine stimmungsaufhellende und angstlösende Wirkung. Neuere klinische Studien zeigen folgende Vorteile bei Rosenwurz-Applikationen:
  • Geringerer Müdigkeits-Index bereits nach zwei Wochen [1]
  • Verbesserung der Schlafstörungen und Gefühlsschwankungen nach sechs Wochen [2]
  • Signifikanter Anti-Müdigkeitseffekt und gesteigerte geistige Leistungsfähigkeit nach 28 Tagen [3]
Withania somnifera (Ashwagandha, Schlafbeere oder auch Winterkirsche) stellt eine der wichtigsten Pflanzen zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit dar [4-6]. Sie enthält verschiedene Alkaloide, die
  • beruhigend wirken und den Blutdruck senken,
  • das Stressempfinden reduzieren,
  • Ängste vermindern und die Lern- und Merkfähigkeit verbessern.

Lange volksmedizinische Tradition

Diese beiden Heilpflanzen verfügen über eine lange Tradition in der Volksmedizin ihrer Herkunftsländer. Rhodiola rosea (Rosenwurz) ist in Skandinavien und Sibirien seit Jahrhunderten zur Erhöhung der Widerstandskraft und zur Linderung von Gefühlsschwankungen in Verwendung. Die relevanten Inhaltsstoffe der Wurzel sind vor allem phenolische Glycoside wie z.B. Salidrosid, Tyrosol und Rosavin. Meist wird der Gehalt an Rosavin als Qualitätsmesser für die am Markt angebotenen Präparate herangezogen.

Withania somnifera stellt eine der wichtigsten Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin dar. Die Hauptanwendungen von Withania somnifera im ayurvedischen Konzept betreffen die allgemeine Stärkung (ähnlich Ginseng in der chinesischen Medizin), die Bekämpfung von Schlafproblemen, die Verminderung von Ängsten und die Stärkung der Konzentrations- und Merkfähigkeit. Die Wurzeln der Pflanze enthalten eine Reihe von Alkaloiden wie Anaferin, Anahygrin, Cuscohygrin, Tropin und Withasomnin. Weiters sind Withanolide („Steroidlactone") wie Somniferanolid, Somniwithanolid, Withaferin A und Withasomniferanolid vorhanden. Der Gehalt an Withanoliden gibt einen Hinweis auf die Qualität eines Extraktes.

Rhodiola rosea und Withania somnifera sind bewährte Adaptogene

Rhodiola rosea und Withania somnifera werden als Adaptogene eingestuft. Adaptogene sind nach der Definition von Brekhman [7] pflanzliche Wirkstoffe, die
  1. gefahrlos über einen längeren Zeitraum eingenommen werden können,
  2. die Fähigkeit besitzen, die nicht-spezifische Resistenz des Körpers gegen Stress zu steigern,
  3. in der Lage sind, die Homöostasie (im Wesentlichen also den Gleichgewichtszustand des Organismus) wieder herzustellen oder einzelne durch Stress gestörte Systemabläufe wieder zum Gleichgewicht zurückzuführen.

Kombinationspräparate als optimale Lösung für den Alltag

Es gibt Kombinationspräparate aus Rhodiola rosea und Withania somnifera, die diese beiden Adaptogene in einem wirkungsvollen Verhältnis beinhalten. Kombinationen von Rhodiola rosea und Withania somnifera stellen eine ideale Nahrungsergänzung in Zeiten erhöhter geistiger und körperlicher Anforderung und bei negativen Stressfolgen dar.

Literatur:
[1] Darbinyan V, et al. Phytomedicine; 2000 7(5):365-71
[2] Darbinyan V, et al. Nord J Psychiatry; 2007 61(5):343-8
[3] Olsson, EMG, von Schéele B, Panossian AG. Planta medica; 2009 75:105-12
[4] Kulkarni SK, Dhir A. Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry. 2008 1;32(5):1093-105.
[5] Archana R, Namasivayam A. J Ethnopharmacol. 1999 64(1):91-3.
[6] Bhattacharya SK, Muruganandam AV. Pharmacol Biochem Behav. 2003 75(3):547-55.
[7] Brekhman II, Dardymov IV. Ann Rev Pharmacol. 1968;8:419–30

Roland Martek

 
 
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