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Strategie - Planung - Wissensmanagement - Zulieferer

Autor: beckinfo | Erstellt am: 15.02.2011 | Gelesen: 515
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Verstärkung der wissensintensiven Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Zulieferer

Das Erfüllen kundenspezifischer Bedürfnisse macht es sowohl in der Produktions- als auch in der Entwicklungsphase erforderlich, dass Hersteller und Zulieferer eng kooperieren. Komplexere Produkte und zahlreiche Varianten erhöhen den Aufwand für Forschung und Entwicklung. Daher ist Herstellern daran gelegen, sich im Entwicklungsbereich darauf zu beschränken, nur Kernkompetenzen weiter zu entwicklen und übrige Forscbhungsumfänge an ihre Lieferanten fremd zu vergeben.

Wird die Fertigungs- und Entwicklungstiefe bei den Herstellerunternehmen verringert und setzen sich neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Zulieferer und Abnehmer durch, so verursacht das einen höheren Bedarf an Logistikleistungen, der zunehmend von der Zulieferindustrie befriedigt wird.  Das betrifft vor allem Tätigkeiten wie Qualitätssicherung, Konstruktion und Entwicklung. Das bedingt, dass dem Lieferanten nicht nur Qualitätssicherungsfunktionen übertragen werden, sondern auch die Systemverantwortung (sowohl für die Montage als auch für die Koordination von Sublieferanten). Zwischen Hersteller und Zulieferer treten auch zunehmend logistische Dienstleister, die Transport, Lagerung, Umschlag, Bereitstellung und Anlieferung des Materials sowie unter Umständen auch einfache Montage- und Bearbeitungsvorgänge übernehmen. Vgl. Becker, Jörg: Change Management und Wissensbilanz ISBN 9783837094190.

Die Zukunft eines Zulieferers kann beispielsweise auch in einem Entwicklungsprozess liegen, in dem er gezielt die Position eines Wertschöpfungspartners für den Abnehmer anstrebt; seine Differenzierungsmöglichkeiten in den Dimensionen Zeit, Qualität und Kosten muss er dann genau eruieren und ihnen mit Konsequenz und richtigem Timing zur Wirkung verhelfen. Weil Hersteller sich zunehmend auf spezifische Kundenbedürfnisse fixieren, wächst auch ihre Neigung zur Einquellenbelieferung. Dazu müssen sie allerdings die Zulieferer, auf die ihre Wahl fällt, früh und umfassend in ihre Strategien einbinden. Generell gilt für Zulieferer, potentiell die Wettbewerbsposition eines Single-Sourcing-Lieferanten zu erreichen.  Der Erfolg wird von einem großen Maß an Flexibilität, einem hohen und konstanten Qualitätsniveau sowie dem Angebot einer umfassenden Produkt- und Leistungspalette auf dem Stand der Technik abhängen. Vgl. , Becker, J.: Strategie-Check, ISBN 9783837073058

Um aus dem Dilemma herauszufinden, dass Varianten zwar den Kundennutzen steigern, aber zugleich die Kosten in die Höhe treiben, braucht man in der Zulieferindustrie ein effizientes Variantenmanagement sowie passende Entwicklungsstrategien: Teilefertiger verbessern ihre Chancen, wenn sie die Position des Kostenführers unter Wahrung eines hohen Qualitätsstandards besetzen können.  Eine strategische Absicherung lässt sich erreichen durch eine Entwicklung hin zum Produktionsspezialisten, zum Entwicklungsspezialisten. Zulieferer, die vom Teilefertiger zum Entwicklungspartner mutieren, versuchen ihr Leistungsangebot auf der Produktseite zu erweitern, indem sie bei sich gezielt Forschungs- und Entwicklungskapazitäten aufbauen.  Auf diesem Weg werden sie für Abnehmer meist schon in einer frühen Phase zu kompetenten Ansprechpartnern, sobald es um Vorhaben zur Produktentwicklung geht-, oft ergeben sich daraus dann enge Kooperationsbeziehungen.

Jörg Becker
www.beckinfo.de

 
 
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