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(Online-Artikel.de) - Aktuelle Strategien gegen Haarverlust und Glatze
Stopp des Haarausfalls Wenn die Haare rieseln reagieren die meisten Betroffenen mit Panik. Haarausfall mit der Folge einer Glatze ist eine sichtbare Beeinträchtigung des Außeren, die leicht zu einer Ausgrenzung durch die mit Menschen führen kann. Allerdings gibt es auch heute noch kein Behandlungskonzept, was in jedem Falle einen Stopp des Haarausfalls oder gar einen Neuwuchs verspricht.
Trotz aller Fortschritte der Medizin bleibt Haarausfall ein komplexes Geschehen, das in weiten Teilen noch ungeklärt ist. Das Merkmal der Glatze ist offenkundig, die Ursachen die zum Haarausfall führen, gehen dagegen zurück auf die Gene des Menschen, seine hormonelle Entwicklung im Verlaufe des Lebens und seine Lebensweise.
Auch wenn die Glatze ein wenig erwünschter Zustand ist, so muss zunächst nüchtern festgestellt werden, dass der Mensch im Verlauf seiner Entwicklungsgeschichte immer mehr Haare verloren hat. Gegenüber dem Affen und seinem Vorfahren Neandertaler ist der heutige Mensch schon fast als nackt zu bezeichnen. In der Tat werden unsere Nachkommen vielleicht eines Tages über den Menschen lächeln, die sich über ausgefallene Haare Gedanken machen. Allerdings nutzt dies nicht denjenigen, die unter dem Spott der Mitmenschen leiden. Es gibt derzeit leider nur wenige Produkte, die seriös und gesichert den Haarausfall bekämpfen. Bei Männern sind dies vor allem die Wirkstoffe Finasterid und Minoxidil, bei Frauen kommt ebenfalls Minoxidil zum Einsatz sowie Geschlechtshormone.
Hormone und Finasterid haben einen gemeinsamen Angriffspunkt: die hormonelle Steuerung das Haarwuchses. Bis zur Geschlechtsreife gibt es nämlich mit Ausnahme der speziellen Krankheit alopecia areata keinen anlagebedingten Haarausfall. Erst mit dem Anstieg der Hormone in der Pubertät kommt es zum Beginn des Haarverlust. Bei Frauen erfolgt dies in der Regel noch viel später, hier beginnt mehrheitlich der Haarausfall erst mit den Vorboten der Wechseljahre. Gemeinsam ist beiden Situationen, dass die weiblichen und männlichen Geschlechtshormone im Ungleichgewicht sind. Das Übergewicht der männlichen Hormone führt zum Verkümmern der Haare.
Umgekehrt ist das ein typisches Zeichen der Schwangerschaft, das mit dem starken Anstieg der Östrogene auch die Haare besser wachsen und der Frau in dieser Zeit ein attraktives Aussehen geben. Mit dem Nachlassen der Hormonproduktion tritt das Gegenteil ein. Allerdings ist der Haarverlust durch Verminderung der männlichen Hormonen (durch Finasterid oder Hormongabe) häufig nicht zu stoppen. Dies hängt damit zusammen, dass dies nur einer von verschiedenen Mechanismen ist, die für das Verkümmern der Haarwurzel und schließlich das Ausfallen der Haare verantwortlich sind.
Ein anderer wesentlicher Einflussfaktoren bei diesem Geschehen ist die Versorgung der Haarwurzel mit Nährstoffen. Hier setzt der Wirkstoff Minoxidil an, der die Blutgefäße erweitert und so einen besseren Transport von essentiellen Stoffen und eine bessere Versorgung der Haarwurzel erlaubt.
Aber im Kern muss nüchtern konstatiert werden, dass beide Behandlungsmethoden zwar in vielen Fällen einen Stopp oder eine Verbesserung der Haarsituation bringen, aber in der großen Masse der Fälle keine endgültige Lösung darstellen.
Andreas Städtgen
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