Steve Jobs Tod wird für Facebook-Betrug genutzt
Der CEO von Apple, Steve Jobs, verstarb in der vergangenen Woche im Alter von 56 Jahren. Der leidenschaftliche Tüftler, der für viele IT-Denker ein Vorbild darstellt, galt nicht nur als hervorragender Unternehmer, sondern veränderte mit der Erfindung von iProdukten wie iMac, Iphone und iPad für eine Revolutionierung der Bedienbarkeit von elektronischen Geräten. Ganz nebenbei prägte er auch damit eine neue Generation von Handys und Tablet-Computern.
Während aber nun noch zahlreiche Fans des sympathischen US-Amerikaners trauern, nutzen abgebrühte Betrüger die Nachricht von seinem Tod schon für fragwürdige Machenschaften im Internet. Wie so oft ist der Austragungsort dabei das soziale Netzwerk Facebook. Dort wurden schon oft neue Nachrichten Genutzt, damit sich ein Link wie ein Wurm durch das Netzwerk fressen kann. So geschehen bei dem Tod von Osama bin Laden, dessen angebliches Exekutionsvideo gepostet und verbreitet wurde.
Im aktuellen Fall ist es die Nachricht, dass zum Anlass von Steve Jobs Tod iPads per Facebook verlost werden. Meistens wird für diese angebliche Aktion über einen englischsprachigen Text geworben, wie beispielsweise: „In memory of Steve, a company is giving out 50 ipads tonight. R.I.P. Steve Jobs". Tatsächlich ist dies aber ausgemachter Blödsinn und wer hier auf „gefällt mir" klickt in der Hoffnung, vielleicht eines der beliebten Tablet-Geräte abzustauben, der liegt weit daneben. Denn hinter dieser Meldung steht keine Firma und erst recht nicht der Apple-Konzern, sondern Werbeprofis die für ihre Werbeaktionen die Grenzen des guten Geschmacks und teilweise auch der Legalität überschreiten.
Zu der Meldung gehört auch ein Link, der einen aber nicht zu einem Preisausschreiben oder ähnlichem führt, sondern zu einer Werbeanzeige. So kann man darüber zu einem Produkt-Angebot geführt werden, oder man muss eine Online Umfrage beantworten. Manchmal landet man auch nur bei einer Werbung oder Seite für
Online Casino.
Wer also viel im
Facebook unterwegs ist, sollte die Augen offen halten für diesen dreisten Trick. In diesem Fall sollte man auf keinen Fall auf „gefällt mir" oder den Link klicken, um diesen Wurm nicht noch weiter im Netzwerk zu verbreiten.
Lena Koch