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Steil bergauf: Die Bandbreiten für's Internet per Mobilfunknetz

Autor: siegburg | Erstellt am: 27.11.2008 | Gelesen: 1941
Kategorie: Mobilfunk & Telekommunikation | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Wie das mobile Surfen mit DSL-Geschwindigkeit möglich wurde

Die Internetnutzung über das Mobilfunknetz ist auf dem Vormarsch. Neben der stetigen Weiterentwicklung der mobilen Endgeräte und sinkender Datenkosten spielt dabei die Geschwindigkeit, mit der Daten übertragen werden können, eine zentrale Rolle.

Noch vor einigen Jahren waren Datenübertragungen mit dem GSM-Handy lediglich mit 14,4 kBit/s möglich, also um einiges weniger als über das klassische Modem zu Hause. Im Jahr 2001 hielt schließlich GPRS Einzug in die Mobilfunknetze. Damit erhöhte sich die Geschwindigkeit immerhin auf damals noch als Highspeed bezeichnete 53,6 kBit/s.

Die ersten Mobilfunknetze der dritten Generation (3G), wie die UMTS-Netze auch bezeichnet werden, boten mit 384 kBit/s dann bereits die Performance von DSL-Light-Anschlüssen. Und mit der UMTS-Erweiterung HSDPA ist es nun auch möglich, so schnell wie mit einem DSL-Anschluss mobil im Internet zu surfen.

Beim Ausbau der Breitbandnetze gehen die vier Netzbetreiber unterschiedlich vor. Die Vorreiter T-Mobile und Vodafone boten als Erste Datenübertragungsraten von bis zu 1,8 MBit/s an und stocken inzwischen auf bis zu 7,2 MBit/s auf. Weitere Steigerungen der Performance sind teilweise bereits angekündigt. o2 ist inzwischen bei 1,8 MBit/s, zum Teil auch schon bei 3,6 MBit/s angelangt. Alle drei Netzbetreiber erweitern ihre Netze ab 2008 auch um die HSUPA-Technologie, die im Upstream höhere Geschwindigkeiten ermöglicht. E-Plus hat nach langem Zögern die Aufrüstung seines Netzes mit HSDPA für 2008 angekündigt.

Während in den meisten Städten und Ballungsgebieten inzwischen eine gute UMTS-Verfügbarkeit gegeben ist, muss man in vielen ländlichen Regionen wohl noch länger oder sogar vergeblich auf den Aufbau des mobilen Breitband-Netzes warten. Das Interesse der Netzbetreiber an einem Ausbau in die Fläche ist eher gering, was aus wirtschaftlicher Sicht durchaus verständlich ist.

Allerdings gibt es mit EDGE eine weitere Möglichkeit, die Übertragungsraten für das mobile Internet zu erhöhen und so Gegenden mit höheren Bandbreiten zu versehen, die nicht mit UMTS versorgt sind. Hier muss kein komplett neues Netz aufgebaut, sondern nur das bestehende GPRS-Netz erweitert werden. Zwar reicht EDGE nicht an UMTS oder HSDPA heran, ermöglicht aber immerhin Datenraten von bis zu 200 kBit/s. Auf diese Weise hat T-Mobile beispielsweise ein nahezu flächendeckendes Breitbandnetz aufgebaut.

Auch zukünftig werden die Bandbreiten für die mobile Nutzung des Internets weiter ansteigen. Ein Kandidat, der bereits als Nachfolger für UMTS gehandelt wird, ist LTE. Damit soll die Geschwindigkeit auf bis zu 100 MBit/s angehoben werden. Wann sich diese Technik durchsetzen und von den deutschen Netzbetreibern angeboten wird, ist allerdings noch ungewiss.
 
 
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