Häufig konzentrieren sich Unternehmen im Rahmen ihres Marketings ausschließlich auf produktspezifische Maßnahmen. Erst seit Kurzem verstehen Marketingverantwortliche auch, dass zu einem ganzheitlich konformen Marken- und Unternehmensauftritt auch die Gestaltung der Industrie- und Gewerbebauten eine wichtige Rolle spielt. Einen zweiten prägenden Trend, dem die Baubranche ausgesetzt ist, stellt die zunehmende Forderung nach nachhaltig gestalteten Bauten dar. Erfolgreiche Unternehmen der Gewerbe- und Industriebaubranche müssen sich auf diese neuen Ansprüche der Kunden einstellen und ihr Leistungsspektrum dementsprechend anpassen.
Die Zeiten rein nutzenorientierter Projektlösungen gehören der Vergangenheit an. Firmeninhaber haben erkannt, dass sie die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens auch mit Hilfe ausgefeilter, ansprechender und zeitgemäßer Architektur ihrer Gewerbebauten steigern können. Dieser Trend entwickelt sich immer mehr zu einem unverzichtbaren Bestandteil der markenkonformen Unternehmensidentität und spiegeln den Markenkern wieder. Es kommuniziert die Unternehmensidentität nicht nur nach außen, sondern kann sich auch direkt auf die Mitarbeitermotivation auswirken. Moderne, ästhetische Arbeitsplätze wirken motivierend auf Angestellte und können somit deren Arbeitsprozesse effizienter gestalten und ihre Zufriedenheit steigern.
Zusätzlich hat sich der Trend der Nachhaltigkeit in den Köpfen vieler Firmeninhaber durchgesetzt. Sie legen vermehrt Wert auf die langfristige, kostengünstige Instandhaltung ihrer Industrie- und Gewerbebauten, um die langfristige und konstante Leistungsfähigkeit des Unternehmens auch nach außen zu kommunizieren. Immer mehr rücken wirtschaftlich und baulich nachhaltige Konzepte in den Mittelpunkt und lösen rein ästhetische Baulösungen ab. Allerdings stehen Firmeninhaber großen Bauvorhaben nach wie vor mit Vorsicht und Unsicherheit gegenüber. Dies ist bedingt durch die Angst vor zu hoher Kostenbelastung, fehlender Erfahrung sowie Mangel an Fachwissen. Die Kombination der oben genannten Trends hat zur Folge, dass Kunden verstärkt auf erfahrene Dienstleistungsunternehmen zurückgreifen, welche einen breiten Leistungsumfang mit individuell optimierten und nachhaltigen Lösungen anbieten. Die aktive Unterstützung und Begleitung von Seiten der Bauunternehmen im Gesamtprozess – von der Bauvorstufe über die Bauhauptstufe bis hin zur Baunachstufe – ist erforderlich, um Kundenzufriedenheit und langfristige Kundenbeziehungen zu gewährleisten.
Um ein langlebiges und hochwertiges Bauvorhaben umzusetzen, sind Dienstleister dabei aufgefordert, sich zunehmend dem Facility Management zu widmen. Es stellt eine nachhaltige Vorgehensweise dar, welche die langfristige Einsparung hoher Folgekosten für Reparatur, Wartung und Pflege von Bauten sicherstellt. Da 20% Investitionskosten 80% Bewirtschaftungsaufwendungen gegenüberstehen, ist der Fokus auf Nachhaltigkeit nicht zu vernachlässigen. Kombiniert mit dem Einsatz von elementierten Bausystemen wird eine gesamtwirtschaftlich optimale Grundlage für alle Parteien (Architekten, Planer, Bauherren und Kapitalgeber) geschaffen. Die Planung mit vorgefertigten Baukompontenten hat ihre Anfänge in den 70er Jahren und hat die gesamte Bauwirtschaftsbranche seitdem grundlegend beeinflusst. Es kam zur Verkürzung von Bauzeiten und einer enormen Erhöhung der Wirtschaftlichkeit von Neubauten. Das Konzept arbeitet mit feststehenden Grundrastern, denen alle Bauelemente unterliegen. Der Vorteil des kombinierten Einsatzes von Facility Management und vorgefertigten Bausystemen liegt vor allem in der Möglichkeit, die Kosten der späteren Werterhaltung schon im Voraus sehr exakt berechnen zu können. Zentraler Einsparungsfaktor ist dabei das Einbinden gut durchdachter Steuerungsanlagen oder Heizsysteme. Steuersysteme können per Fernsteuerung beispielsweise Klimaanlagen, Heizkörper und Türen bedienen. Aufgabe des Facility Managements ist es dann, Serviceleistungen auszuführen und die sich der Instandhaltung der technischen Gebäudetechnik zu widmen, um langfristig nachhaltige Nutzung der Bauten sicherzustellen.
Festzuhalten ist also, dass sich die Branche für Gewerbe- und Industriebauten in Zukunft nach zwei entscheidenden Trends ausrichten muss: der optisch herausragenden, ansprechenden Gebäudegestaltung zur markenkonformen Unternehmenskommunikation sowie der Forderung nach nachhaltigen Projektlösungen von Kundenseite. Das Angebot von Gesamtlösungen ist dabei Schlüssel zum Erfolg.