TVTotal Pokerstar-Nacht mit Stefan Raab
An der Frage nach der Qualität seiner Fernseh-Show TV Total scheiden sich ja die Geister, aber zweifellos gehört Stefan Raab zu einen der interessantesten Figuren der deutschen Fernsehlandschaft. Neben seiner Late Night Show überzeugt der Moderator und Entertainer aber vor allem immer wieder durch seine groß angelegten Wettbewerbe: Turmspringen, Wok-WM und allen voran mit der Sendung „Schlag den Raab". Meistens kann der Initiator dieser großen Veranstaltungen auch ganz gut dabei abschließen, aber diesmal nicht.
Die letzte große TV-Show mit Stefan Raab war nämlich eine neue Auflage der bereits mehrmals ausgetragenen TV Total Pokerstar Nacht – diesmal die 2010 Edition. Am 19. Oktober um 22:15 Uhr ging es los und gespielt wurde die inzwischen sehr beliebte und bekannte Poker-Variante Texas Holdem. Wie üblich ringten sich auch einige bekannte Gesichter um den Spieltisch; der einzige unbekannte Name war dort Marco. Er hatte sich im Vorfeld der Sendung für dieses Spiel qualifiziert und überzeugte auch hier mit einer hervorragenden Leistung.
Keine besonders überzeugende Leistung bot aber Stefan Raab. Er musste als erster wegen eines All-Ins von seinem Stuhl aufstehen und verließ direkt darauf den Spieltisch. So kann es manchmal laufen – auch der große Raab kann geschlagen werden. Überraschend früh – nämlich schon als zweite – ging Charlotte Roche vom Tisch. Von der inzwischen durch ihr Buch „Feuchtgebiete" sehr bekannt gewordenen Moderatorin hatte man im Vorfeld viel erwartet, da sie dich in der vergangenen Zeit recht intensiv mit Poker beschäftigt hatte. Sie spielte bei einigen der größten Events der Szene mit, wenn auch mit wenig Erfolg. Als nächsten gingen Sonya Kraus und David Garrett. Die Pro7 Moderatorin wurde damit Vierte und der Geriger musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben.
Am Ende saß der unbekannte Marco nur noch mit dem Musiker und Comedian Helge Schneider am Tisch, der tatsächlich hervorragendes
Poker spielte. Das Finale war spannend bis nervenaufreibend, aber am Ende triumphierte der Spieler, der schon im Vorfeld eine umfangreiche Konkurrenz eliminiert hatte: WildCard-Spieler Marco. Die anderen Namen mochten ja bekannte Größen der Branche sein, aber Marco konnte schlicht besser Pokern. Dafür bekam er 50 tausend Euro als Preisgeld.