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Stefan Pietryga in Mannheim und auf der art Karlsruhe 2008

Autor: Galerie Kasten | Erstellt am: 03.01.2008 | Gelesen: 1496
Kategorie: Kunst - Kultur & Religion | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Die blaue Pappel ist zu seinem Markenzeichen geworden.

galerie-kastenDie hochaufragenden Stelen, in der Landschaft oder im Innenraum positioniert, sind Indikatoren, die uns zum eigentlichen Thema seiner bildhauerischen Arbeit führen. Pietrygas Skulpturen berichten von Volumen, Maßstäblichkeit, Rhythmus und Farbwirkung. Seine Installationen lassen Raumspannungen von Körper zu Körper entstehen. Der Raum wird als verbindender Teil der Plastik einbezogen und erhält eine neue Bedeutung. Für den Betrachter wird das Kunsterleben auch zum Raumerlebnis.

Die Ausstellung mit neuen Arbeiten von Stefan Pietryga ist in der Galerie Kasten vom 12. Februar bis 12. April 2008 zu sehen. Die Eröffnung in Anwesenheit des Künstlers findet am 10. Februar 2008 von 11- 16 Uhr statt. Zu seiner Ausstellung in Mannheim wie für die art Karlsruhe hat der Künstler ein neues Auflageobjekt geschaffen. Der Titel des Bronzegusses „Ulmer Hocker - 1:6" (1954), der in einer 25 Auflage (H= 51 cm / B= 9 cm / T = 11 cm) erhältlich ist, rekurriert auf das Entstehungsjahr des von Max Bill geschaffenen Klassikers und das eigene Geburtsjahr des Künstlers. Jedes Exemplar der Auflage ist patiniert und farbig gefasst und erhält dadurch einen
unikaten Charakter.

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Auf der 5. art Karlsruhe (28.2.-2.3.08) wird Stefan Pietryga auf einem Skulpturenplatz (Halle 2 C09) seine neue Installation „Bergkönig" vorstellen. In der Arbeit „Bergkönig" (140 x 22o x 385 cm) setzt sich Stefan Pietryga mit der durch einen Großbrand im Armando-Museum in Amersfoort vernichteten Arbeit 8 Pappeln [der heilige ort], 2007 auseinander. Im ausgehöhlten und vom Feuer rußgeschwärzten Stamminneren, der durch Blitzschlag gefällten Königseiche von Kapern, entsteht ein neuer Raum, der zum neuen Aufstellungsort für das Modell der verbrannten Installation wird. Stefan Pietryga versteht es aus der Geschichte des Baumes und dem Schicksal der zerstörten Installation ein neues metaphorisches Bild von „Werden und Vergehen" entstehen zu lassen. Der Betrachter schaut über die ausgehöhlten Öffnungen der Äste im Kronenansatz und das Rund im Fußende des Baumes ins Innere und erfährt eine dunkle, sakralartig anmutende Brandlandschaft schwarzverkohlten Holzes. Für den Künstler ist die in Amersfoort zerstörte Skulpturengruppe in neuem Gesicht wieder auferstanden.

(F. W. Kasten)
 
 
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